Über den Wolken

„Ich weiß nicht was das bringen soll, aber bevor wir hier den ganzen Tag vergammeln…wir schaffen es eh nicht auf den Pic… 7 Stunden Wanderung, dann ist es bestimmt deprimierend, wenn man am ‚Basecamp‘ angekommen ist, und nicht weitergeht…“

War der Kommentar von Geertje auf meinen Vorschlag, heute mal die Passtrasse auf den Berg zu nehmen. Zugegeben es war bewölkt und man sah den Berg überhaupt nicht, aber wir sind halt nur noch ein paar Tage da und ich dachte wir sollten auf Pico wenigstens einmal Richtung Pico aufgebrochen sein.

Davor hatten wir tatsächlich viel rum gegammelt und waren insgesamt sehr langsam ins Rollen gekommen. Mortens Vormittagsschläfchen startete spät und sollte eigentlich der Erholung dienen, aber so war es ca. 13.30 als wir einen kleinen Mittags-Imbiss in unserem inzwischen zum Stamm-Imbiss mutierten Café in Magdalena zu uns nahmen.

Dann ging es los Richtung Berg. Und kaum auf einer gewissen Höhe angekommen wurde es zu einem Foto-Ausflug erster Klasse. Mann sah die Insel und Magdalena unter sich. Die durch schwarze Steinmauern begrenzten Weiden und vom Winde verbogenen Bäume die auf alten Vulkankratern standen nur um abgelichtet zu werden.

Wir fuhren dann auch einfach in eine Wolke bzw. In den Nebel. Immer ein Frage des Standpunktes. Die Welt wurde unwirklich. Doch dann passierte das, was ich erhoffte hatte, wir durchbrachen die Wolken-Decke und standen nun bei strahlendem Sonnenschein unter dem Gipfel und unter blauem Himmel.

Wir picknickten und fotografierten. Kurz vor der Abfahrt riss die Wolkendecke noch an einigen Stellen auf so das man Faial und auch die Küstenlinie von Pico sehen konnte.

Toll.

Voll mit Eindrücken fuhren wir auf dem kürzesten Weg…es war inzwischen 17:30 Uhr, nach Hause.

Auf der Strasse im Landesinneren. Ungewöhnlich war an der Strasse eines dann doch: Sie war Gerade. Über viele Kilometer keine Kurve und kein Fahrzeug. Ein bisschen wie in Island nur mit Vegetation.

Zuhause angekommen Fallen nach dem Abendessen alle außer Ich und Morten ins Bett. Morten macht dann glücklicherweise auch irgendwann schlapp und so sitze ich mal einen Abend allein da. So kann ich wenigstens mal die Fotos vom IPhone rüberladen.

 

Geertje schreibt und fotografiert auf Reisen gerne, um diese intensiven Momente des Lebens festzuhalten. Sie möchte diese wunderbare Welt auch ihren Kindern zeigen und reist deshalb am liebsten als Familie in den Norden. Schön ist es, wenn Bilder und Texte auch andere Familien zum Reisen inspirieren.

Ein Kommentar:

  1. Pingback: Azoren mit Kindern: Familienreise auf die Insel São Miguel | Ausreisserin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.