Hundeschlitten fahren in Schwedisch Lappland

Wer sehnt sich an Weihnachten nicht nach Schnee und knackiger Kälte? Wir zeigen euch, wie unsere Hundeschlittentour in Schwedisch Lappland war.
In der Weihnachtszeit ist es natürlich nördlich des Polarkreises ziemlich dunkel. Die Sonne geht kaum auf, das wenige Licht allerdings wird vom Schnee reflektiert und und so ist es immer ein wenig hell. Diese besondere Atmosphäre lockt auch die Nordlichter an und wenn du Glück hast, siehst du beim Ausflug auf dem Hundeschlitten über dir am dunklen Himmel die grünen Lichter tanzen. Dieses Schauspiel ist magisch und macht mir jedes Mal wieder eine Gänsehaut.

Sebastian Kamp und seine Schlittenhunde

Dabei bellen die Hunde oder du hörst sie aus der Ferne heulen. Als wir in Laxforsen ankommen, werden wir mit lautem Gebell begrüßt, denn die Hunde wissen schon, dass es gleich los geht, wenn Sebastian mit den Geschirren in der Hand zu den Zwingern kommt.

Unsere Große liebt Hunde und sie darf mithelfen, die Tiere vor den Schlitten zu spannen und die Geschirre anzulegen. Auf dem langen Schlitten sitzen wir dann zu viert auf Rentierfellen, vor uns eine Kiste mit Verpflegung. Wir wärmen uns gegenseitig: Rücken an Bauch usw. Hinten steht Sebastian und gibt den Hunden Kommandos und bremst den Schlitten, wenn notwendig. Mit einem Ruck ziehen die Hunde an und erklimmen den kleinen Berg hinter dem Hof und schon geht es in die nordschwedische Wildnis. Wir durchqueren einen kleinen Wald und kommen dann auf eine Ebene, wo nur noch ganz kleine Bäume wachsen. Ein zugefrorenes Moor wie wir erfahren.

Pause für Hunde und Menschen

Dort legen wir für uns und die Hunde eine Pause ein. Sebastian packt trockenes Birkenholz aus und einen Alukessel. Es gibt Schinken-Käsebrötchen, warmen Kakao und Kaffee auf nordschwedische Art zubereitet. Der Schnee ist ganz weich und es ist nicht wirklich kalt, wenn man auf Fellen sitzt und das Gefühl hat, mit der Natur zu verschmelzen. Wir nehmen außer uns kein Anzeichen von Zivilisation wahr. Kein Straßenlärm zu hören, keine Häuser in Sicht. Wir erfahren, dass es möglich ist, tagelang auf diese Art und Weise unterwegs zu sein und niemandem zu begegnen. Von Laxforsen bei Kiruna, würde man dann Richtung Westen und norwegischer Grenze in die Berge um den Kebnekaise fahren. Die klare Luft hilft, den Wunsch in unseren Gehirnen zu verankern.

Bei einem weiteren Besuch durften sogar die Kinder mit den einem kleinen Schlitten und zwei Hunden selber fahren.

Dieser Beitrag ist das neunzehnte Türchen im Reiseblogger Adventskalender, wo es jeden Tag eine neue Reiseblogger Inspiration gibt:

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Geertje schreibt und fotografiert auf Reisen gerne, um diese intensiven Momente des Lebens festzuhalten. Sie möchte diese wunderbare Welt auch ihren Kindern zeigen und reist deshalb am liebsten als Familie in den Norden. Schön ist es, wenn Bilder und Texte auch andere Familien zum Reisen inspirieren.

Ein Kommentar:

  1. Pingback: Warum man in Lappland soviel Kaffee trinkt - Nordicfamily

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