Vom Whitepoint Beach nach Kejimujik Nationalpark in Nova Scotia

Sonntag, 13.7. Whitepoint Beach nach Kejimujik Nationalpark

Obwohl wir uns recht schnell an den neuen Tagesrhythmus gewöhnen, sind wir wieder die ersten am Frühstücksbuffet.
Der Jetleg in diese Richtung ist insgesamt aber gut zu verkraften. Man muss ja nur länger aufbleiben.
Das schaffen unsere Kinder recht gut. 🙂
Dann wollen wir aber auch los.
Tagesziel heute: der Kejimkujik Nationalpark.

Zwischenstop beim Keji Nationalpark Seaside.

Sozusagen die Aussenstelle am Meer, denn die Zentrale liegt tief im Landesinneren.
Unsere Hoffnung: Robben in freier Wildbahn zu sehen. Doch nach dem wir bei strahlendem Sonnenschein ca.  35 min einem 2.3 km langen Pfad durch dichteste Vegetation gefolgt sind, ist der Strand leer. Schade.
Morten und Merle wollen jedoch erstmal ihre Füße ins Wasser halten.
Der Strand hat aber auch was sehr karibisches. Allerdings aufgrund der ihn umgebenden Vegetation auch etwas mehr Insekten, als ich das gut finden kann. Solange man sich bewegt, ist alles gut. Nur stehen bleiben sollte man nicht.

Am Auto zurück, sind wir aufgrund der Hitze und der Wanderung alle ziemlich fertig.
Daher freuen wir uns auf die Fahrt. Klimaanlage hat auch was für sich.

Kejimujik Nationalpark

Nach etwas mehr als einer Stunde erreichen wir das Visitorcenter. Vorher kostet der Eintritt in den Park allerdings 14$  für uns und das Auto alle zusammen genommen.
Im Visitorcenter erfahren wir alles wichtige, unter anderem das wir das beste Otentik Zelthaus bewohnen dürfen.

Campen im Otentik

Es liegt nämlich an der äußersten Spitze einer Halbinsel ist also von drei Seiten vom Wasser umgeben.

Unsere Unterkunft ist eine Mischung von Bungalow und Zelt. das Grundgerüst ist Holz, was mit Plane bespannt ist. Innen gibt es ein Bettenlager, zweietagig. Weiterhin eine Bank, ein Tisch und vier Stühle. Essen soll man draußen, weil man sonst Tiere anlockt.
Es gibt sehr viele Eichhörnchenten. Im Visitorcenter liegen auch Faltblätter aus, wie man sich gegenüber Cojoten und Bären verhaten soll.
Alles sehr idyllischen. Aber der Tag ist noch nicht rum. Also geht’s zum Kanuverleih und dort sind Geertje und Merle am Horizont verschwunden. Morten und ich bleiben zurück. Morgen wollen wir als Familie in einem großen Canadier, hier Kanu genannt, losfahren.

Paddeln im Keji

Die jungen Mitarbeiter von Whynot Adventures sind sehr sympathisch und zuvorkommend und der Besitzer heisst tatsächlich mit Nachnamen Whynot. Warum nicht? Hat ihm das Leben wohl nicht so schwer gemacht, weil hier viele so heißen. Ah ja. Die Kanadier sind lustig.
Merle und Geertje steigen in ein oranges Paddelbbot und paddeln ein Stündchen auf einem ruhigen Fluss entlang. Dort soll es allerhand Tiere zu sehen geben. Schildkröten bleiben trotz Sonnenschein versteckt. Ansonsten kann man sie sich sonnend auf den Steinen beobachten.
Man kann sich sehr gut vorstellen, hier auch mehrere Tage mit Zelt und Boot unterwegs zu sein. Dafür bieten Whynot adventures auch ganze Pakete mit vollständiger Ausrüstung und Verpflegung an.

Morten bekommt auch eine extra Paddelrunde vom Steg aus und um die nächste Schilfinsel.

 

Nacht im Keji

Obwohl es sehr windig ist, lässt es sich meine Familie nicht nehmen, noch in den See vor unserem Haus zu springen. Wenn auch nur für Sekunden. Schon aus Prinzip und weil er da ist.
Dann kochen wir uns Nudeln und Bohnen aus der Dose am Lagerfeuer.
So muss das sein in der kanadischen  Wildness.
Das wir an einem Darksky Spot sind, und man tolle Aufnahmen vom Nachthimmel machen könnte, gerät tatsächlich hinter unserer Müdigkeit in Vergessenheit. Wow. Das will was heißen.

Noch ein Satz zum Park. Er ist riesig. Es gibt diverse Stellen zum Campen, Spielplätzen und sanitäre Einrichtungen ABER für die meisten Aktivitäten muss man ins Auto steigen um sie zu erreichen. Man kann auch wandern. Aber einige Kilometer sind es immer. Nicht zu den sanitären Anlagen aber zum Visitorcenter, zum Kanuverleih, zum Strand, zum Wasserfall, zum Wildwasser usw. Wer die USA bereist hat, wird das kennen. Wer aber vor allem deutsche Campingplätze und Ressorts kennt wird sich erstmal an das viele Gefahre gewöhnen müssen. Ist halt alles etwas größer hier. Übrigens auch die Stellplätze. Nix Zelt an Zelt oder Womo an Womo. Hier gilt, jeder hat seinen eigenen wirklich großzügigen Bereich und zwar so großzügig, das man den Nachbar zwar noch sieht aber kaum noch hört. Ausser er legt es drauf an.

Diese Reise wird unterstützt durch die Destinationen Nova Scotia, Labrador&Newfoundland, wie Explore Canada und dem Reiseveranstalter Fasten your Seatbelt. Vielen Dank dafür.

Geertje schreibt und fotografiert auf Reisen gerne, um diese intensiven Momente des Lebens festzuhalten. Sie möchte diese wunderbare Welt auch ihren Kindern zeigen und reist deshalb am liebsten als Familie in den Norden. Schön ist es, wenn Bilder und Texte auch andere Familien zum Reisen inspirieren.

3 Kommentare:

  1. Das Paddeln sieht ja echt nett aus. Ruhiges Wasser, schnittiges Kanu 🙂
    Wäre auch gern dort – so kann ich wenigstens mit Euch reisen. Danke.

    liebe Grüße

    Gabi

  2. Der Norden wird immer wieder mein Herz öffnen… was für tolle Eindrücke und Fotos!

  3. Liebe Gabi, ja reise gern mit uns… eigentlich hätten wir gerne vom Kanu noch Schildkröten gesehen, aber die ließen sich nicht blicken.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.