Die Wahrheit über Mücken im skandinavischen Sommer

Teil II: Mückenabwehr

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Wir sind zurück und es ist Zeit für ein Fazit. Im Artikel „Mücken –Angst vor Palgegeistern“ habe ich ja verschiedene Möglichkeiten angedeutet, die ich gedachte gegen Mücken einzusetzen. Schließlich sind die Horrorgeschichten von Mücken im Norden fast schon legendär. Hier also mein Fazit:

Alles halb so wild.

Ja, es gab Mücken und bestimmt auch mehr als in Deutschland, obwohl ich überzeugt bin, dass an Seen in Deutschland ähnlich viel los sein dürfte.

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Klamotten helfen!

Was die Mücken aber recht „sympathisch“ gemacht hat: Sie sind vergleichsweise groß und träge. Man kann sie einfach aus der Luft herausgreifen. Fertig. Der Grund dafür scheinen die Temperaturen zu sein. Wir hatten auf unserer Reise max. 20 Grad. Meistens aber er so 14-15 Grad und Abends/Nachts weniger. Das führt aber auch dazu, dass man lange Kleidung trägt und nicht in FlipFlops, T-Shirt und Shorts unterwegs ist. Es stimmt zwar, dass die Plagegeister auch mal durch den Stoff stechen, aber wer wie Geertje, Merle und Morten Klamotten trägt die sozusagen Mückenstichresistent sind (von Craghoppers) muss sich nur noch um sein Gesicht und seine Hände sorgen. Regenklamotten haben mir auch geholfen.

Chemie hilft!

Und da hilft tatsächlich Anti-Brumm und in Finnland „Off“. Beide Mittel sind recht giftig und müssen trotzdem  lückenlos aufgetragen werden. Der eine Finger der nicht eingesprüht wurde, wird sonst gestochen. Hat man dies aber getan, helfen diese Mittel wirklich.

Auch ausprobiert haben wir die sogenannte Mückenspirale, also das spiralig angelegte Räucherstäbchen. Auch giftig (Kleinkinder sollten nicht dran lutschen oder ähnliches, dann sollen sie sogar hochgiftig sein, also möglichst sicher verwahren). Ich würde sie darum auch nicht in geschlossenen Räumen benutzten. Draußen auf der Terrasse jedoch ließ sie die Zahl der Mücken, wie hier  beschrieben um ¾ sinken. Bleiben ggf. aber immer noch 20 Mücken.

Natürliche Mittel…sind eine Glaubensfrage!

20150721-DSC_4933Zu guter Letzt noch ein Wort zu den natürlichen Mitteln. Die im ersten Artikel beschriebene Pflanze, die auf Schwedisch Skvattran heißt, scheint am besten bei Menschen zu helfen, die eh kaum gestochen werden. So wie Geertje. Das ist übrigens genetisch, wie so vieles. Hier in einem Spiegel Artikel beschrieben. Als wir ein paar Finnen nach dem Kraut fragten, ist ihnen vor Lachen fast die Grillwurst vom Stock gefallen. Nee, sagten sie, mit der Chemiekeule würde man viel besser fahren. Ahja.

Insgesamt fanden wir die Mücken trotz ihrer Zahl nicht so schlimm. Wir wussten uns ja zu wehren. Also fahrt in den Norden auch im Sommer!

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P.S. Wer sich jenseits der Baumgrenze aufhält, hat übrigens kein Problem mit Mücken, da diese den Wind auf Freiflächen nicht mögen. Das wissen auch die Rentiere, die daher vor den Mücken aus dem Wald fliehen. So haben die Mücken, denen ich ja ursprünglich jeden Zweck, außer zu nerven abgesprochen hatte, letztlich doch einen Nutzen für uns Menschen. Sie treiben für die Samen die Rentiere aus dem Wald, so dass sie zusammengetrieben und markiert werden können.
Das war ein Scherz.

 

 

Vielen Dank an Craghoppers für die Unterstützung mit Klamotten aus der Serie Nosilife!

 

Schreib uns doch gerne in die Kommentare, wie das Mückenaufkommen in deinem Urlaubsland war.

Papa

Jan Marquardt ist als Papa von Merle und Morten gut ausgelastet. Hat aber doch noch Zeit sich als Producer Digital, Blogger und Journalist mit all den spannenden Themen zu beschäftigen, die ihn an neue virtuelle und reale Orte führen. Das ein oder andere Foto hat er auch schon zum Blog beigesteuert. Und viele Texte von unterwegs versehentlich als Geertje Jacob eingeloggt veröffentlicht, daher steht in den Texten meist noch ein extra Hinweis auf seine Autorenschaft. Falls nötig :)

4 Kommentare:

  1. Die schwarzen Stechfliegen finde ich noch schlimmer als die Mücken und die Punkies oder wie die heißen, diese Minifliegen. Mich haben die Mücken schon sehr genervt. Übrigens in Norwegen an der Küste und auf den weiten Ebenen hoch im Norden gabs fast gar keine Plagegeister.

  2. Lieber Rico, das haben wir auch festgestellt, am Meer und auf den windigen Ebenen im Fjell gibt viel weniger oder keine Mücken. Im Wald einige mehr :). Die kleinen schwarzen fiesen Dinger.. haben wir zum Glück nicht so oft angetroffen. Was habt ihr denn dagegen unternommen? Geertje

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