Daði Freyr im Felleshus Berlin – zeitgenössische Musik aus Island

„Fast berühmt“ ist wohl eine Möglichlichkeit Daði Freyr Pétursson zu beschreiben.
Wir begegnen ihm im Felleshus, dem gemeinsamen Veranstaltungsort zwischen den nordischen Botschaften in Berlin. Wir hatten eine Einladung bzw. den Hinweis auf dieses Konzert über Facebook erhalten und natürlich vorher mal recherchiert.

Es gibt nicht so viel über den Musiker und Künstler im Internet, aber das, was wir fanden, war wirklich unterhaltsam. Er schaffte es mit seinem Song „Is this Love?“ nämlich ins Finale der Vorausscheidungen des Eurovision Song Contest 2017 für Island. Der Song, eine Mischung aus Dance und MinimalElectro (ich kenn mich da nicht so aus) ist ein wirklicher Ohrwurm, der auch noch äusserst sympathisch und unterhaltsam vorgetragen wurde.

Er wurde nur zweiter (erster wurde ein ziemlich austauschbarer andere Song). Daher blieb sein Ruhm auf Island begrenzt. Zumindest bis jetzt. Vielleicht kommt er ja noch groß raus.

In der ungezwungenen Atmosphäre des Veranstaltungsort kommen wir kurz ins Gespräch und machten sogar ein paar Fotos. Der junge Mann ist wohl der längste Isländer, dem ich je begegnet bin, und so muss ich die meiste Zeit zu ihm hochgucken während er mir ein bisschen erzählt, dass er zur Zeit in Berlin lebt und Musikproduktion studiert, aber dieses Konzert erstmal für längere Zeit der letzte Auftritt in diesem Teil der Welt ist, weil er jetzt erstmal für ein halbes Jahr nach Kambodscha gehen möchte. Meine Begeisterung für Island teilt er nur bedingt. Kalt und teuer. Kambodscha ist da natürlich das Gegenteil Heiß und preiswert.

Die Show mit Daði Freyr

Auf der Bühne agiert er sehr selbstsicher, singt live, spielt Synths-Solos live und triggert souverän die Samples vom Computer, die seine Musik ausmachen.

Daði Freyr

Ich freue mich zusätzlich an der kleinen Idee, dass ein paar Bürolampen und Glühbirnen auch über den Computer mit  gesteuert werden, so dass so etwas wie eine nerdige Lichtshow entsteht, die natürlich perfekt im Takt mitgeht.

Wir wünschen ihm auf jeden Fall weiterhin viel Erfolg mit seiner Musik (ob nun als Daði Freyr oder als Mixophrygian, seinem Alter Ego) und Spass auf seinen Reisen.

Das Fellehus als Gemeinschaftshaus der nordischen Botschaften bietet im Zentrum Berlins immer wieder die Möglichkeit, ein bisschen Skandinavien zu erleben.
Ein Filmklub zeigt Filme im nordischen Originalton, Bücher werden präsentiert oder Ausstellungen mit Designhintergrund, Geschichte oder aktuellen Themen werden gezeigt. Der Konzertsaal ist in usnerem Falle die Ausstellungsfläche und wir sind umgeben von zeitgenössischem finnischen Design. Ein Teil der 100 Jahr Feierlichkeiten für Finnland. Eine tolle Kulisse.

Die klassische Architektur des Gemeinschaftshauses ist eben multifunktional. Ich bin immer wieder begeistert.

Hier findet man die aktuellen Veranstaltungshinweise für das Felleshus in Berlin.
Wir haben schon mehrfach wunderbare Familienveranstaltungen hier erlebt.

 

Papa

Jan Marquardt ist als Papa von Merle und Morten gut ausgelastet. Hat aber doch noch Zeit sich als Producer Digital, Blogger und Journalist mit all den spannenden Themen zu beschäftigen, die ihn an neue virtuelle und reale Orte führen. Das ein oder andere Foto hat er auch schon zum Blog beigesteuert. Und viele Texte von unterwegs versehentlich als Geertje Jacob eingeloggt veröffentlicht, daher steht in den Texten meist noch ein extra Hinweis auf seine Autorenschaft. Falls nötig :)

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