Pink Soup Festival Vilnius, Folklore, Ballonfahrt und pinke Suppe

Das Frühstück im TV Tower ist pink, nicht als Akzent, sondern als Haltung. Während Go Vilnius das Pink Soup Festival Vilnius eröffnet, wird schnell klar, dass es hier nicht um ein gewöhnliches Food-Festival geht, sondern um eine Stadt, die sich selbst für ein paar Tage neu erfindet.

Noch bevor ich die erste Schale Šaltibarščiai probiere, wird klar: Das Pink Soup Festival Vilnius ist weit mehr als ein Food-Festival. Für ein Wochenende verwandelt sich Litauens Hauptstadt in ein Meer aus Rosa, in dem sich kulinarische Traditionen, moderne Stadtkultur, Folklore und kreative Inszenierungen auf einzigartige Weise verbinden. Zwischen Altstadtgassen, Ballonfahrten über Trakai und den Klängen traditioneller Kanklės entdecke ich ein Vilnius, das seine Geschichte feiert und gleichzeitig überraschend modern wirkt.

Es beginnt hoch über der Stadt, dort wo Vilnius noch leise ist und der Wind über den Fernsehturm streicht, während sich unten schon die ersten Linien eines Tages abzeichnen, der weniger nach Alltag aussieht als nach Inszenierung, und ich stehe im Morgenlicht, während der Tisch gedeckt ist in einer Farbe, die sich nicht zurückhält, sondern alles überzieht, als hätte jemand die Stadt selbst in ein anderes Temperament getaucht.

Das Frühstück im TV Tower ist pink, nicht als Akzent, sondern als Haltung, und während Go Vilnius das Pink Soup Festival eröffnet, wird schnell klar, dass es hier nicht um ein Event im klassischen Sinn geht, sondern um eine Stadt, die sich selbst für ein paar Tage neu erzählt – in Farbe, in Geschmack, in Bewegung.

Die erste Schale Šaltibarščiai steht vor mir, kalt und leuchtend, fast surreal in ihrer Intensität, und doch ist sie zugleich vertraut, als hätte sie schon immer hierher gehört, als wäre sie nicht nur Essen, sondern eine Erinnerung an etwas, das tiefer reicht als jede Inszenierung.

Das Pink Soup Festival Vilnius ist noch vergleichsweise jung, hat sich aber in kürzester Zeit zu einem der außergewöhnlichsten Stadtfeste im Baltikum entwickelt. Während zur ersten Ausgabe rund 15.000 Besucher kamen, zog das Festival zuletzt bereits mehr als 90.000 Gäste an. Im Mittelpunkt steht Šaltibarščiai, die berühmte kalte Rote-Bete-Suppe Litauens, die inzwischen als wichtiger Bestandteil der litauischen Esskultur gilt und Besucher aus aller Welt nach Vilnius lockt.

Mehr als 100000 Besucher kamen zum dreitägigen Pink Soup Fest in Vilnius Taste of Summer is Coming: Vilnius Pink Soup Fest Kick Starts Season in “Coolcation” Hotspot


Über den Rand hinaus – der Edge Walk über Vilnius

Später stehe ich am Rand des Fernsehturms, dort wo der Boden plötzlich aufhört, ohne dass die Stadt darunter aufhört zu existieren, und der Edge Walk zwingt mich in eine andere Art von Wahrnehmung, in der Höhe nicht mehr nur Zahl ist, sondern Körpergefühl, Atem, eine stille Verschiebung der eigenen Grenzen.

Unter mir liegt Vilnius in einer Weite, die fast ruhig wirkt, als hätte jemand die Geräusche gedimmt, und doch bewegt sich alles gleichzeitig: barocke Kirchen mit spitzen Türmen, moderne Glaslinien, Parks, Flussläufe und die Altstadt als dichtes Geflecht aus Jahrhunderten.

Und irgendwo in dieser Bewegung beginnt sich das Pink des Festivals bereits in die Stadt zu schreiben, noch kaum sichtbar, aber schon überall vorhanden.


Pink Break am Bahnhof – wenn Alltag zur Bühne wird

Am Bahnhof dann ein Bruch, oder vielleicht eher eine Verschiebung dessen, was man Alltag nennt, denn Geležinkelio g. 16 wird plötzlich nicht mehr Transitort, sondern Ziel, während pinke Fußspuren vom Eingang bis auf den Bahnsteig führen, als würde die Stadt ihre Besucher durch eine unsichtbare Choreografie leiten.

Der Bahnhof ist für einen Moment kein Ort des Kommens und Gehens mehr, sondern ein kollektives Innehalten: Menschen sitzen nebeneinander, Pendler, Besucher, Ankommende, Abfahrende, und alle essen gleichzeitig dieselbe kalte Suppe, während Züge im Hintergrund weiterrollen, als hätte diese Szene nichts mit ihnen zu tun und doch alles.

Sogar eine kleine pinke Hochzeit wird inszeniert, beiläufig und doch bewusst gesetzt, und der Bahnhof wird zu einem Ort, an dem Funktion und Fantasie ineinander kippen, ohne sich gegenseitig zu erklären.

Die Altstadt von Vilnius während des Pink Soup Festival

Dann wieder die Altstadt, und sie wirkt in diesen Tagen nicht wie ein Museum, sondern wie ein lebendiger Organismus, der sich selbst neu dekoriert, ohne seine Geschichte zu verlieren.

Ich gehe durch das Ensemble der Universität, eines der ältesten in Osteuropa, UNESCO-Welterbe, und die Höfe öffnen sich wie Kapitel, die nie ganz abgeschlossen sind, während Steinflächen Wärme speichern und Stimmen über Jahrhunderte hinweg zu tragen scheinen.

Nur wenige Straßen weiter steht St. Anna, diese filigrane gotische Kirche aus rotem Backstein, die im Licht fast so wirkt, als würde sie atmen, und dazwischen kleine Gassen, Innenhöfe, unerwartete Durchgänge, in denen sich die Stadt immer wieder neu faltet.

Vilnius ist hier nicht Kulisse, sondern Textur.


Pink Soup Festival Vilnius – wenn eine Stadt komplett rosa wird

Vilnius zählt heute über 600.000 Einwohner, eine wachsende Techszene, mehrere Unicorns, und trotzdem fühlt sich dieses Wochenende nicht nach Zukunft an, sondern nach Spiel, nach Überlagerung, nach bewusster Übertreibung.

Brücken sind in Pink getaucht, ein Zugwaggon steht wie ein Objekt im Stadtraum, auf dem TV Tower weht eine riesige pinke Flagge über der gesamten Stadt, und selbst der Fluss wird zur Bühne für Bewegung und Klang.

Ich laufe durch die Altstadt, vorbei an der Universität, und plötzlich kippt alles: barocke Kirchen, gotische Fassaden, UNESCO-Steine, und dazwischen Pink – nicht als Dekor, sondern als Eingriff.

Vilnius sieht aus, als würde Geschichte gerade neu geschrieben.

Pink Soup Festival Vilnius Pink BReak

Das Herz des Pink Soup Festival Vilnius an der White Bridge

Am nächsten Tag verschiebt sich alles Richtung Fluss, und die Neris wird zur Bühne, auf der pinke Boote vorbeiziehen, begleitet von Musik und Bewegung, während sich entlang der White Bridge ein Festivalgelände öffnet, das weniger Eventfläche als kollektiver Raum ist.

Hier laufen Wettbewerbe, Pink Waiters rennen durch die Menge, Menschen essen Suppe als wäre sie Teil eines Spiels, und doch ist alles ernst genug, um Bedeutung zu tragen, ohne schwer zu werden.

Kreischende Menschen rutschen durch piken Schaum eine gewaltige Gummirutsche hinunter in die Festival Wiese.

Vilnius wird hier kollektiv, verdichtet, gemeinsam.


TV Tower – zwischen Himmel, Stadt und Edge Walk Mit der Fahne des Pink Soup Festes

Später wieder Höhe, wieder Abstand.

Der Edge Walk zwingt den Körper in eine neue Logik, in der jeder Schritt über dem Abgrund gleichzeitig Nähe und Distanz zur Stadt erzeugt.

Unter mir liegt Vilnius wie ein Modell aus Zeit, und irgendwo darin bewegt sich die pinke Flagge wie ein Signal, das nicht erklärt werden muss, weil es überall sichtbar ist.

Ich bleibe stehen, während die Stadt unter mir pulsiert.

Mit den anderen Teilnehmerinnen der Gruppe quetsche ich mich in einen Sicherheitsgurt, werde von einem erfahrenen Guide in ein Sicherungssystem eingeklickt und setze vorsichtig einen Schritt vor den anderen. Wir gehen in 170 Meter höhe auf dem nicht umzäunten Rand einer 3 Meter breiten Plattform. Ich wage mich ganz dicht an den Rand, gehe in die Knie und sitze, lasse die Beine baumeln. Trotz Herzklopfen, erfrischt mich der Wind und ich fühle mich frei wie ein Vogel, fast euphorisch schaue ich mich um, reiße die Augen auf und lache den anderen zu: „Das ist genial, siehst du auch die pinke riesige Flagge am Turm wehen?“
Voller Adrenalin geht der Eröffnungstag des Festivals für mich weiter. Müdigkeit und pausieren wäre nun keine Option mehr.


PACAI, Deep Roots und die Küche der Stadt

Am Abend öffnen sich die historischen Schichten der Stadt in eine andere Form von Erzählung: Essen.

Im Restaurant Deep Roots wird moderne litauische Küche serviert, präzise, saisonal, fermentiert, als würde Landschaft in kleine Gänge übersetzt, ohne sie zu erklären.

Später im Hotel PACAI sitzt man in einem barocken Palast, in dem Vergangenheit nicht konserviert, sondern genutzt wird, während moderne Küche sich durch Räume bewegt, die schon lange existieren, bevor sie Restaurant wurden.

Es ist ein Essen in Schichten – Geschmack, Architektur, Geschichte.

Užupis – die Republik der Kreativen in Vilnius

Als ich die kleine Brücke nach Užupis überquere, habe ich das Gefühl, nicht nur einen Stadtteil, sondern eine andere Denkweise zu betreten. Zwischen bemalten Hauswänden, versteckten Innenhöfen und kleinen Galerien scheint hinter jeder Ecke eine neue Idee zu warten. Kunst hängt hier nicht nur in Ausstellungsräumen, sie lebt auf Mauern, Fenstern und Plätzen. Die selbst ernannte „Republik Užupis“ begegnet sich mit einer charmanten Mischung aus Humor, Kreativität und Freiheit. Ihre berühmte Verfassung verkündet das Recht, glücklich oder unglücklich zu sein, Fehler zu machen oder einfach nichts zu verstehen. Während ich durch die verwinkelten Straßen schlendere, Cafés entdecke und Künstlern bei der Arbeit zusehe, spüre ich diese neugierige Offenheit überall. Užupis wirkt wie ein Ort, der dazu einlädt, die Welt für einen Moment anders zu betrachten – spielerischer, kreativer und vielleicht auch ein wenig mutiger.

Rathausplatz – wenn Farbe zur Menge wird

Und dann der Moment, in dem Vilnius nicht mehr fragmentiert ist, sondern in einem einzigen Raum zusammenfällt, dem Rathausplatz, auf dem sich Menschen versammeln, als würde die Stadt selbst kurz innehalten, um sich vollständig zu zeigen.

Musik beginnt, Stimmen steigen, und die pinke Farbe des Festivals wird zur gemeinsamen Oberfläche, auf der sich alles bewegt, ohne auseinanderzufallen.

Es ist ein Fest, das in wenigen Jahren von 15.000 auf über 90.000 Menschen gewachsen ist, und doch wirkt es nicht überladen, sondern verdichtet.

Halės Markt – die Nacht danach – Pink Soup Festival

Später geht es weiter in den Halės Markt, den ältesten Markt der Stadt, der sich in dieser Nacht in einen pinken Resonanzraum verwandelt, in dem Licht, Musik und Bewegung ineinander übergehen, als hätte jemand den Alltag kurz ausgesetzt, ohne ihn zu löschen.
Disko Klänge, spritzige pinke Cocktails und eine ganz verwandelte Atmosphäre sind heute Abend hier präsent.

Pink Soup Festival Vilnius MArkthalle

Lukiškės Prison – Räume, die sich erinner

Am nächsten Morgen steht man in einem anderen Vilnius, hinter Mauern, die lange Zeit nur Verschluss bedeuteten und heute Offenheit produzieren, weil Lukiškės Prison zu einem Ort geworden ist, an dem Kunst, Film und Gegenwart sich in die Struktur der Vergangenheit einschreiben.

Hier wird Geschichte nicht vergessen, sondern umgenutzt, neu gelesen, weitergeführt.

Skamba skamba kankliai – Litauens wichtigstes Folklorefestival und der Markt der Traditionen

Am Samstag tauche ich noch einmal tiefer in eine andere Schicht der Stadt ein, hinein in den Markt des Folklorefestivals Skamba skamba kankliai, wo Vilnius plötzlich leiser wird und sich in etwas Ursprüngliches zurückzieht, das nicht inszeniert wirkt, sondern selbstverständlich existiert.

Unter den Bäumen im grünen Park sitze ich in Workshops, in denen Hände langsam lernen, was hier seit Generationen weitergegeben wird: traditionelle Flechttechniken aus Gras, feine, fast meditative Bewegungen, aus denen kleine Formen entstehen, während daneben die komplexeren „Sodai“ – die filigranen Straw Gardens – wachsen, geometrische Konstruktionen aus Stroh, die sich im Wind kaum merklich drehen und doch eine unglaubliche Ruhe ausstrahlen, als würden sie Zeit selbst sichtbar machen.

Zwischen den Ständen liegen handgemachte Produkte, Getreidekaffee mit seinem erdigen Duft, Schmuck aus natürlichen Materialien, Töpferwaren, die noch die Spuren der Hände tragen, die sie geformt haben. Ich kaufe, schaue, berühre, aber eigentlich geht es weniger ums Nehmen als ums Verstehen, und irgendwann verschwimmt der Unterschied zwischen Markt und Ritual.

Im Schatten der Bäume bleibt die Zeit stehen, während im Hintergrund mehrstimmige Gesänge anheben, alte litauische Stimmen, die sich übereinanderlegen wie Atemschichten, und genau dort, zwischen Klang und Grün, entsteht eine Ruhe, die nicht still ist, sondern lebendig.

Später komme ich zu den Tanzkreisen, wo sich Menschen ohne Bühne, ohne Hierarchie, einfach in Bewegung setzen, geführt von der Musik der Kanklės, diesem klaren, fast zeitlosen Klang der traditionellen Saiteninstrumente. Man lernt, sich im Kreis zu bewegen, nicht als Performance, sondern als Teil eines gemeinsamen Rhythmus, der nichts verlangt außer Mitgehen, und für einen Moment fühlt es sich an, als würde die Stadt selbst sich erinnern, wie sie sich früher bewegt hat.

Vilnius Folklore Festival skamba skamba kankliai Vilnius
Skamba Skamba Kankliai Folklore Festival in Vilnius seit 50 Jahren

In und um Vilnius herum

Bei einer Fahrt ins Umland von Vilnius entdecke ich in dem Dorf Joniškis Strohskulpturen und sogar eine Skulptur aus Schilf. Die Dorfgemeinschaft stellt sie zur Tag und Nachtgleiche im Herbst her, damit sie dort lichterloh verbrennen. Als Ritual und zur Ehrung der Natur. Hier wird spürbar, wie tief die Verbindung der Litauer zu den Rhythmen der Natur reicht. Die alten Feste zur Sommersonnenwende, die Tag- und Nachtgleichen, die Verehrung von Feuer und Wasser – vieles davon lebt bis heute fort. Nicht als Folklore für Tourist, sondern als Teil einer kulturellen DNA. Der Reiter aus Schilf ist der Reiter auf der historischen Flagge Litauens. Der Vytis ist eines der ältesten Staatswappen Europas und geht auf das mittelalterliche Großfürstentum Litauen zurück. Bereits im 14. Jahrhundert wurde der reitende Ritter als Symbol für die Verteidigung des Landes und die Freiheit Litauens verwendet.

Auch die Alte Kirche St. Jacob fasziniert mich, davor ein Denkmal mit dem historischen Staatswappen zum 100 jährigen Jubiläum der Unabhängigkeit Litauens 2018.

Schon 2012 besuchte ich auf einem Roadtrip mit Freunden das schöne Land Litauen, dabei hielten wir uns mehr auf dem Land auf als in großen Städten. Lies hier dazu nach, wie es war: Litauen Archive – Nordicfamily

Am Sonntagmorgen jogge ich noch durch den Park Vingio. Er ist sehr leer und ich atme gute Luft in dem tiefen Grün. Neben der sportlichen Betätigung sehe ich es auch als einen Stadtrundgang, den normal Touristen nicht so einfach unternehmen. Ich sehe eine große Spindel, vielleicht 6 Meter hoch, gewaltig.

Vilnius
Vienybės medis

Meine Recherche ergibt etwas erstaunliches: Die Skulptur ist einer traditionellen litauischen Spindel nachempfunden. In ihrer Mitte befindet sich ein großer Kreis, der an eine Sonne erinnert und die Namen von 100 bedeutenden litauischen Persönlichkeiten trägt. Sie soll die Verbundenheit zwischen litauischen Gemeinschaften weltweit symbolisieren und dient als Treffpunkt für kulturelle Veranstaltungen. Das Werk wurde von dem Künstler Tadas Gutauskas geschaffen. Es zeigt komplexe geometrische Muster und Reliefs, darunter auch die Zahl „1000“ im oberen Bereich, was auf das Jubiläum verweist

Ballonfahrt über Trakai – Litauens berühmte Wasserburg aus der Luft

Und davor, fast wie ein Gegenbild, der Morgen über Trakai, wenn der Ballon sich langsam füllt und die Welt darunter noch still ist, während die Wasserburg im See liegt wie ein Gedanke aus einer anderen Zeit, und der Moment des Aufstiegs alles für einen Augenblick leicht macht, bevor die Stadt überhaupt begonnen hat, sich zu verändern.

Ich bin das erste Mal in meinem Leben mit ein Heißluftballon unterwegs. Es scheint ein eingeschworenes Ritual in der Fliegergemeinschaft zu sein: Wir bauen den Ballon mit auf und sind angehalten, zu einem bestimmten Zeitpunkt, schnell in den Korb zu steigen . Dann höre ich ein Zischen, des Gases und über meinem Kopf wird es warm, dann leise und wir schweben, Meter um Meter, höher und höher. Ich schaue in das goldene Morgenlicht in die leicht hügelige Landschaft, alle Zehne im Ballon sind fasziniert und halten vor Staunen fast den Atmen an, keiner sagt kaum ein Wort, so ergreifend ist die Szenerie. Wir schweben über die Burganlage von Trakai und später wieder etwas niedriger über Wälder bevor wir nach zirka einer Stunde wieder auf einem Feld landen. Dazu müssen wir uns in den Korb kauern. Ich merke wie er kurz aufsetzt, sich nochmal hebt, über die Erde schleift, es rumpelt, der Pilot warnt, dass der Korb kippen könnte – ob das jetzt noch in Bodennähe gefährlich wird weiß keiner zu sagen.
Erleichtert, fasziniert und mit einem Grinsen auf dem Gesicht klettern wir alle aus dem Korb, erhalten einen klecks Matsch auf die Stirn und eine Haarsträhne wird angekokelt, bevor wir mit einem Glas Sekt unser Ballonfahrt-Zertifikat feiern. Was für ein Erlebnis, es ist allemal Wert für eine Ballonfahrt über Vilnius um 4 Uhr früh aufzustehen. Danke ballooning.lt

Pink Soup Festival Vilnius Ballonfahrt

Warum das Pink Soup Festival Vilnius mehr ist als ein Food-Festival

Am Ende bleibt Vilnius nicht als Sammlung von Orten zurück, sondern als Bewegung zwischen ihnen, als ein System aus Schichten, in dem barocke Kirchen, Start-up-Kultur, Folklore, Street Art, Paläste, Essen und Geschichte nicht getrennt existieren, sondern ineinander übergehen, ohne sich aufzulösen.

Falls duselbst einmal nach Vilnius reisen möchtest, informiere dich auf der aktuellen Webseite hier: Go Vilnius | The Official Website for Tourism & Business
Disclaimer: Die Inhalte habe ich während einer Pressereise recherchiert.

Eine Stadt mit über 600.000 Menschen, einer wachsenden Techszene, Millionen Besucher:innen – und gleichzeitig einer sehr einfachen Geste, die alles verbindet:

Eine Schale kalter, pinker Suppe.


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