Samstag 14.7.Abschied von den Masuren

Wohlweislich am Vorabend alles zusammengepackt stehen wir heute rechtzeitig auf, rödeln noch ein bisschen herum und kommen dann um 10 Uhr vom Platz. Merle muss noch ihren neuen Freundinnen ein Bild malen, Juri muss noch Tschüss sagen. Dann haben wir eine lange Fahrt vor uns. Eine sehr schöne Mittagspause mit einem edlen Restaurant, wo wohl grad eine Hochzeit vorbereitet wird- Es folgt eine kurvige Strecke mit engen Straßen. Merle wird schlecht, man muss sich sehr konzentrieren. Die 220 Kilometer bewältigen wir heute in 6 Stunden inklusive Pause.

In Elblag auf dem Campingplatz mit Straßenrauschen, am Fluss, dafür fast gleich in der Innenstadt erreichen wir bei einem heftigen Regenguss.

Schnell bauen wir eine Regensichere Eingangssituation mit Tarps und so und schlendern dann in die Stadt. Dort erinnert wieder viel an die Rostocker Innenstadt, viele Hanseatische Giebel, auch die Art zu restaurieren ist ähnlich. Es scheinen aber viel mehr schöne Häuser zu sein. Wenige Menschen an diesem Samstagabend. Wie in einem Film fährt ein Militärauto durch die Gegend und durch ein Megaphone wird irgendwas angesagt, was wir nicht verstehen.

Nachdem Geldautomaten, der Supermarkt Biedronka (der mit dem Marienkäfer). Ein Großeinkauf mit Leckereien. Leider ist hier das Einkaufen nicht mehr so exotisch wie in Lettland oder Litauen.

Auf dem Campingplatz können wir das erste mal in einer kleinen Küche kochen und müssen nicht extra den Kocher anschmeißen. Und können dabei mit Jan Skypen, wie luxuriös. Dann ist aber irgendwann das Internet weg, die Mägen voll.

Es geht ins Bett, da morgen wieder viel zu fahren ist. Aber beim Tagebuchtippen fällt mir auf, daß das Internet wieder da ist und ich setze mich noch mit Babyphone an eine Stelle, wo Empfang ist und stelle noch den Rest ins Blog online. Wie ich später feststelle, töte ich eine Mücke auf der Tastatur, die jetzt Blutverschmiert ist.

Geertje

Geertje schreibt und fotografiert auf Reisen gerne, um diese intensiven Momente des Lebens festzuhalten. Sie möchte diese wunderbare Welt auch ihren Kindern zeigen und reist deshalb am liebsten als Familie in den Norden. Schön ist es, wenn Bilder und Texte auch andere Familien zum Reisen inspirieren.

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