TAG 22: Zwischen Seydisfjördur und Torshavn

29.9.2010 : Es war eine stürmische Nacht, doch nach 3 Wochen Erfahrung haben wir das Auto ideal in den Wind geparkt, so daß es für uns im Dachzelt urgemütlich war. Die Luft war auch sehr mild, so daß wir fast schwitzten in den Schlafsäcken und diesmal keine Mützen auf hatten.

Wir mölen uns langsam zurecht. Wir gehen noch in unser Bokakaffe zum Frühstücken und Internetten.

Noch ein großer Einkauf für die Verpflegung an Bord und eine Strickjacke für mich – mein Geburtstagsgeschenk statt Rundflug.

Wir sehen in Egilstadir viele Expeditionsfahrzeuge aus Deutschland und der Schweiz.

Eine abenteuerliche Fahrt führt uns dann nach Egilstadir, es geht noch mal Serpentinen auf und ab und es gibt noch einmal Wasserfälle und Wolken mit Bergspitzen zu bewundern.

Alles strebt auf den Fährort zu und versammelt sich dort langsam. Die Holländer, die ritzerote Feuerwehr, Tom aus Berlin, irgendwie stehen sie alle in der Schlange.

Wir spazieren durch den Ort, schauen Kunst, es ist recht windig und ungemütlich.

Wir beschließen, noch ein letztes Campingkocher Mahl zuzubereiten und fühlen uns gut versorgt und unabhängig von den Fährpreisen.

Dann geht es in die Schlange. Weil wir vermuten, daß wir viel Zeit hier zubringen werden bis zum Verladen, sortiere ich Sachen, entmülle teilweise das Auto, wir bauen das Gepäckgitter wieder ein und wir versuchen alles so zu komprimieren, daß wir eine Tasche fürs Schiff haben und dann fast abfahrtfertig für Hamburg sind. Letztendlich ist die eine Tasche schwer und es kommen ein kleiner Rucksack, Merles Rucksack, und eine Essentüte dazu.

Nun gut, ich mag kompaktes Reisen.

Wir bekommen verschiedene Kärtchen, Für die Kabine, zum Einchecken und für das Auto, dann die Überraschung: nur der Fahrer darf das Auto an Bord bringen, die anderen müssen den Passagierzugang benutzen. Sachen geschultert und mit Merle an der Hand los, and er Autoschlange vorbei zur Fußgängerbrücke, die aufs Schiff führt. Wir finden schnell unsere Kabine und richten und schon mal ein. Wir sehen den Papa und das Auto aus dem Fenster noch in der Schlange stehen. Anderthalb Stunden später ist er auch bei uns, wir im Spielbereich. Nach den Voraussagen soll es recht bewegte See werden und unsere Kabine liegt ziemlich weit vorne. Das würde Fahrstuhl fahren bedeuten. Die Smyrilline Crew war aber sehr flexibel uns so konnten wir noch eine Kabine in der Mitte des Schiffes ergattern, wo die Bewegung nicht allzudoll zu spüren ist. Also Umzug.

Abends Noodles, und bald geschafft in die Heia. Merle hat schon neue Freund, Mate und eine andere aber 5 jährige Merle aus Nürnberg. Das paßt.

Geertje

Geertje schreibt und fotografiert auf Reisen gerne, um diese intensiven Momente des Lebens festzuhalten. Sie möchte diese wunderbare Welt auch ihren Kindern zeigen und reist deshalb am liebsten als Familie in den Norden. Schön ist es, wenn Bilder und Texte auch andere Familien zum Reisen inspirieren.

Kommentare sind geschlossen