Von Stora Sjöfjallet nach Kiruna – Bergpanorama

Sonntag 28.12. Das Bergpanorama von Stora Sjöfjallet und das Naturum

Es gibt hier die zwei großen Schätze, die man erlebt haben muss: Kultur und Natur.

Als die Sonne gegen zehn den Himmel etwas rötlich färbt, sind wir beeindruckt von dem gewaltigen Bergpanorama von den Gesteinen, die ca zweitausend Meter hoch sind und Schnee bedeckt.
Ein Fühstücksbuffett mit lokalen und Hausgemachten Spezialitäten erwartet uns im Restaurant. Thomas erklärt zu jeder Mahlzeit die Besonderheiten, der Nahrungsmittel.  Seine Kinder essen fast nur „Hallon Kräm“ – Himbeer Püree. Gut, dann bleibt mehr vom geräucherten Rentierfleisch und dem traditionellen Haferbrei für die Erwachsenen.
Wir fühlen uns sehr verbunden, nicht nur, dass wir zwei Bergans Familien sind, auch dass wir in ähnlichen Lebenssituationen sind und wir uns vielleicht an einen solchen Ort sehnen. Deshalb müssen wir auf jeden Fall noch ein Gruppenfoto vor dem Bergpanorama machen. Herrlich wie die Kinder ihre Zuneigung und Freude über „Gleichgesinnte“ zeigen, obwohl sie einander kaum verstehen.

Wir brechen auf und halten kurz noch am Naturum an, um Außenaufnahmen mit Bergpanorama zu machen.

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Nach einer viertel Stunde Fahrt fällt mir ein, dass ich mein Kamera Akku Aufladegerät im Zimmer vergessen habe und wir müssen zurück, denn das ist neben der Kamera selbst, das wichtigste Utensil. Kamera Akkus halten bei dieser Kälte nicht sehr lange. Jan wird angespannt, da die Fahrt wegen der vielen Rentiere anstrengend ist und er deshalb den langen Weg nach Kiruna gerne bei Tageslicht machen möchte. Und tatsächlich muss er wir mehrfach stark auf die Bremse steigen, weil ein paar Rentiere nicht bis zur nächsten Fußgängerampel laufen, sondern direkt vor uns hin und her über die Straße flanieren wollen.

Unsere erste Station ist jedoch noch einmal Dundret. Wir geben noch zwei Paar Langlauf Ski ab, die hatten wir mitgenommen in der Hoffnung im Nationalpark noch eine Tour machen zu können. Viele fahren heute bei dem schönen Neuschnee noch einmal die Hänge hinunter. Ich bin ein bisschen neidisch.

Wir müssen weiter Richtung Kiruna. Dort kaufen wir kurz noch die restlichen Dinge ein und setzen dann unsere Fahrt zu dem kleinen Häuschen, wo wir den Rest der Zeit verbringen fort. Wir müssen uns in der Dunkelheit versuchen zu erinnern. Von der Straße eine Einfahrt mit Reflektor, dann an der nächsten Gabelung links. Merkwürdig. Wir könnend das Häuschen beim besten Willen nicht finden und müssen am nahegelegenen Pferdehof nachfragen. Dort kennt man das Häuschen, ist aber auch sehr beschäftigt mit dem Beschlagen von Pferden und Betreuen von reitenden Touristen. Der Schmied selbst fährt ein großes Auto und hilft uns den Weg zu finden und am Ende den nicht geräumten Weg ein bisschen platt zu fahren. Unser 4WD Volvo ist zwar prima, aber die 60cm Pulverschnee hätte er nicht geschafft. So fahren die zwei Autos ein Teil des Weges hin und zurück und wir hoffen, dass wir morgen hier wieder herausfinden. Wir freuen uns über ein warmes Häuschen, machen ein Feuerchen an und kuscheln uns ein. Kein fernsehen, kein Radio. Stille und Gemütlichkeit. Für die Kinder fast zu viel des Guten, sie wollen nicht einschlafen und ich habe noch Nordlicht Exkursionspläne. Ich gehe auf den Fluss und schaue mir den grünen Nordhimmel an.

Vielen Dank Schwedisch Lappland für die Einladung. Außerdem werden werden wir von der Destination Gällivare und dem Skigebiet Dundret unterstützt

Geertje

Geertje schreibt und fotografiert auf Reisen gerne, um diese intensiven Momente des Lebens festzuhalten. Sie möchte diese wunderbare Welt auch ihren Kindern zeigen und reist deshalb am liebsten als Familie in den Norden. Schön ist es, wenn Bilder und Texte auch andere Familien zum Reisen inspirieren.

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