Tag 11 Reise nach Westport

Nach der Packaktion am Morgen verlassen wir gegen 11 unser gemütliches Domizil in Richtung Post Office. Unsere Freunde von Isbjörn of Sweden haben Mützen und T-Shirts der nächsten Saison zum Ausprobieren und Fotografieren geschickt. Die Welt ist klein. Danach machen wir uns auf über Donegal nach Westport. Auf den einstelligen Strassen kommt man tatsächlich auch mal voran. Sobald es zweistellig wird, wird es eng und kurvig. Vor allem Bodenwellen gibt es reichlich. Wer tatsächlich 80 oder gar 100 fährt, was nach den Schildern erlaubt ist, hebt streckenweise ab wie Knight Rider mit Turbo Boost (die Kinder der 80er wissen was gemeint ist).

Mit Tanken und einer 40 minütigen Kinder-bewegt-euch-mal-Pause erreichen wir gegen 1450 Westport.Sehr niedliches Städchen. Vor allem die Läden sehen immer aus wie in den Herry Potter Filmen, wenn der Vergleich erlaubt ist (weil ja englische Figur nicht Irische). Geertje will aber noch weiter. Achill Island soll unser Tagesziel werden. Das Wetter ist gut und ein kurzer Blick auf die Karte lässt mich vermuten, dass es ja nicht mehr so weit ist, auch wenn es gegen unsere Richtung (letztlich wollen wir in den nächsten Tagen nach Galway und dann auf der M6 nach Wicklow) ist. Doch wie das so ist, die Stassennr. wird zweistellig und es beginnt sich mühsam zu ziehen. Es fahren eindeutig mehr alte Opas rum als bei uns. Und wenn sie bei uns rumfahren, dann ja meist mit einem Mercedes der alten großen Bauart. Hier quälen sie Kleinwagen mit 50 über die 80er Strecke. Der Himmel zieht sich mehr und mehr zu und es beginnt zu regnen und stürmen. Die Insel (durch eine kleine Brücke mit den Festland verbunden) zeigt sich nicht von ihrer besten Seite. Kein Fotomotiv weit und breit. Irgendwie ungemütlich. Als wir dann endlich in Keels den Campingplatz erreichen, der in verschiedenen Büchern positiv erwähnt wurde, würde ich gerne direkt kehrt machen, was zu heftigen Diskussionen führt. Aber ich kann mir bei Regen und Sturm einen Campingplatz am Meer, der im wesentlichen eine Rasenfläche ohne Windschutz umgeben von der Hauptstrasse und jeder Menge Häusern ist, einfach nicht schön reden, auch wenn ich noch so gerne ankommen, und das Auto abstellen will. Geertje will auch ankommen und versucht das positive zu sehen, scheint es aber auch nicht zu finden. Wir beschliessen, zurückzufahren und vorher wenigsten bei einem seit Jahrhunderten verlassenen Dorf vorbei zu schauen um die Kinder ein wenig zu lüften und die Kamera mal wieder um Einsatz zu bringen.

Zurück in Westport finden wir recht schnell den Campingplatz Westport House, der, und das muss sogar Geertje zugeben, um einiges gemütlicher ist. Es weht kein Wind. Wir haben eine  grüne Wiese umgeben von Bäumen an einem alten Gutshaus. Es ist wenig los und Morten kann sogleich auf eine riesige Sandkiste in Sichtweite unseres Zeltes zu stürmen. Empfehlenswert!. Nach dem Abendessen gehts dann noch auf einen Indoorspielplatz zum Austoben am Ende des Tages. Morgen dann weiter nach ..Galyway oder ….naja irgenwie in die Richtung,

Wenn man möchte, kann man hier noch den Tag verweilen beim Laserschießen, kletterm, Zorbing, Piratenabenteuer erleben oder das Museum Westporthouse besuchen, leider sind wir etwas in Eile.

Papa

Jan Marquardt ist als Papa von Merle und Morten gut ausgelastet. Hat aber doch noch Zeit sich als Videograf, Blogger und Journalist mit all den spannenden Themen zu beschäftigen, die ihn an neue virtuelle und reale Orte führen. Das ein oder andere Foto hat er auch schon zum Blog beigesteuert. Und viele Texte von unterwegs versehentlich als Geertje Jacob eingeloggt veröffentlicht, daher steht in den Texten meist noch ein extra Hinweis auf seine Autorenschaft. Falls nötig :)

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