Cape Breton Nationalpark in Nova Scotia

Birdisland Camping kurz vor Cape Breton nach Cape Breton Nationalpark Broad Cove am 31.7.

Es hat heute Nacht ganz schön geregnet, was uns aber nicht weiter störte. Als Morten und ich wach werden ziehen wir uns Regenklamotten über und er verschwindet noch ohne Frühstück im Bauch ind er Sandkiste mit dem Bagger und anderen Baufahrzeugen in Sichtweite unseres Zeltplatzes. Ich koche Wasser und bereite für alle das Campingfrühstück vor. Für Merle ist das tollste am Campingfrühstück, dass sie da Instantnudeln essen darf. Was für eine preiswerte und praktische Variante, da wir nicht wie die einheimischen Camper immer eine Kühltasche mit Eiswürfeln und frischen Milchprodukten zur Verfügung haben.

 

Cabot Trail

Wir brechen halb zehn auf zu unserer Fahrt zum Cape Breton Nationalpark. Es geht zügig aber auch recht kurvig voran auf dem Cabot Trail, der mit tollen Aussichten auf Meer und Berge protzt. Entlang des Weges reihen sich kleine Ateliers, Restaurants, Lodges, Töpfereien. Morten schläft schon bald wieder ein, Merle ist von dem Gekurve schlecht.

Cape Breton Nationalpark

Am Parkeingang in Igonish holen wir unseren Parktickets ab und informieren uns über Aktivitäten und die Zeltplätze, dabei beschließen wir jeden Campground auf dem Weg nach Norden anzuschauen und auf Übernachtungstauglichkeit zu prüfen. Merle nimmt natürlich ein Explorer Heftchen mit.

Wir finden gleich den ersten Campingplatz gut und bleiben aber beim Zweiten, das ist Broad Cove.

Der Platz ist am Meer gelegen und es gibt verschiedene Loops, Also Wege mit Zeltplätzen, serviced oder unserviced. Da wir nun nur tenting betreiben, brauchen wir weder Strom noch fließend Wasser und dürfen auf ein wenig besiedeltes Areal und suchen uns dort ein passendes Plätzchen unter Nadelbäumen, was auch sehr praktisch ist, falls morgen die Sonne so auf den Platz knallt.

Ein ausgiebiges Mittagspicknick mit Bageln, Früchten und Käse läßt uns eine Verschnaufpause, um weiter zu überlegen. Da es noch früh am Tag ist und wir schon unseren Übernachtungsplatz gefunden haben, können wir ganz gelassen sein, besonders Jan, der sonst nervös wird, wenn gegen Abend noch kein Übernachtungsplatz in Sicht ist.

Wir planen eine Wanderung, die auf dem Parkplan als machbar erscheint, anzugehen. Packen dafür unseren Wanderrucksack mit Erste Hilfe Set, Wasser und etwas zum Knabbern, der Trage- Manduca muß auch mit, da wir sonst wahrscheinlich mit Morten 4 Stunden statt der veranschlagten 1,5 Stunden brauchen würden. Ein Stück mit dem Auto zum Ausgangsparkplatz am Warren Lake, dann zu Fuß weiter 4,7 Kilometer bei 26 Grad. Es ist ganz schön warm, aber wir wollen uns mal nicht beschweren 🙂 Am Eingang wird wieder darauf hingewiesen, wie man sich gegenüber Coyoten und Bären verhalten soll. Wir sehen aber nur Elchköttel und deren Fußspuren.

Über wurzlige Wege geht’s entlang dem Seeufer, außer zwei Männern treffen wir niemanden und fühlen uns in dem Mischwald eigentlich ganz zu Hause. Ein bisschen wie in Potsdam um den Griebnitzsee zu laufen. Unterwegs gibt’s viele putzige Eichhörnchen. Irgendwann nach ca einem Kilometer landet Morten erst auf meinen Schultern udn dann doch in der Rückentrage. Wiedermal ein gutes Fitnesstraining, denn Jan und Merle legen einen ganz schönen Schritt vor.
über kleine Brücken und matschigen Untergrund kommen wir auf die andere Seeseite und erblicken schon den hellen Sandstrand , der unser Ziel ist, weil er gleich neben dem Parkplatz aus dem Ausgangspunkt ist. Noch eine kurze Trinkpause und ein Endspurt bevor wir am Strand in die angenehm temperierten Fluten stürzen und uns nach der Anstrengung abkühlen. Das erste mal in dem Urlaub kann ich mal richtig schwimmen und die Kinder ausführlich planschen, weil es nicht so kaltes Meerwasser ist.

Zurück am Zeltplatz besorgen wir Feuerholz für unser Abendbrot, denn es werden Maiskolben gegrillt und zu Reise mit Chili Con Carne gereicht.

Nach dem Abendbrot gehe ich mit Merle hier noch mal an den Strand von Broad Cove. Es herrscht wunderbares Sonnenuntergangs Rot Orange Licht, was den rötlichen Sand noch mehr zum Glühen bringt. Ein Frischwassersee, der bis zum Strand reicht, dient einigen Jugendlichen zum Angeln, was Merle besonders interessiert. Deshalb spielen wir auch in ihrer Nähe bis zum Sonnenuntergang Frisbie. Und als ich bemerke, dass man aus dem vielen Treibholz doch schön Landart machen kann, stöhnt sie nur und will weiter spielen und dann vielleicht doch noch bevor es ganz dunkel wird eine Kleckerburg bauen.

Das Meer ist hier ganz schön kräftig, die Wellen ziehen einen die Füße ganz schön weg.

 

Diese Reise wird unterstützt durch die Destinationen Nova Scotia, Labrador&Newfoundland, wie Explore Canada und dem Reiseveranstalter Fasten your Seatbelt wie auch Marine Atlantica. Vielen Dank dafür.

Geertje

Geertje schreibt und fotografiert auf Reisen gerne, um diese intensiven Momente des Lebens festzuhalten. Sie möchte diese wunderbare Welt auch ihren Kindern zeigen und reist deshalb am liebsten als Familie in den Norden. Schön ist es, wenn Bilder und Texte auch andere Familien zum Reisen inspirieren.

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