Giant’s Causeway und Meer

Merle lernt auf dem Zeltplatz Bellyness (…ehem, na gut eher: Campingwagen/Fereinwohnungsplatz mit kleiner Alibi-Zeltfläche) Josef aus Bayern kennen und war für den Rest des Tages nicht mehr zu sehen. Wir verquatschen uns das ein und andere Mal mit den Eltern und auch mit den Zeltnachbarn aus Hamburg. So beschliessen wir am nächsten Morgen auch den Weg zum berühmten Giants Causeway mit Josef und seinen Eltern zusammen anzutreten. Die Kinder sind happy. Der sogenannte Giants Causeway ist ein Felsformation wir man sie auch z.B. am Dettyfoss in Island findet. Sechseckig erstarrte Basaltsäulen. Sehen aus wie von Menschen oder hier Riesen gebaut, entstanden aber tatsächlich durch irgendwelche geologischen Vorgänge vor 60 Mio Jahren. Details werden ausführlich im dazugehörigen massentauglichen, weil riesigen Besucherzentrum erläutert, sowohl die geologischen als auch die auf der Legende der beiden Riesen beruhende Entstehungsgeschichte. (Zusammenfassung: Zwei Riesen in Schottland und Irland im Klinsch. Der irische Finn McCool baut die Landbrücke rüber nach Schottland um seinem Gegner eine Überzuziehen, dieser steht aber unmittelbar vor der Tür der Riesenhütte. Da verkleidet die Frau von McCool ihren Mann Finn als Baby. Als der schottische Riese das Riesenbaby sieht, denkt er „Wow, wenn das das Baby ist, muss der Vater ja unglaublich groß  sein“ und macht sich aus dem Staub. Dabei zerstört er die Landbrücke. Die Reste sind nun auf der Irische und schottischen Seite zu bewundern.)

Leider ist diese Felsformation eine Touristenattraktion die entsprechend vermarktet wird und sogar mit einer Strasse (mit Pendelbuss vom Besucherzentrum; 1 Pfund extra) und Fussgängerweg erschlossen ist. Das macht die Sache etwas weniger urig. In Island hätte da ein verwittertes Holzschild am Strassenrand gestanden, mehr nicht. Zum Klettern ist die Felsformation jedoch ideal und wenn man es schafft, die unzähligen anderen Touristen aus dem Bild zu halten, auch fotogen. Das windige Nieselregen Wetter, störte uns nicht weiter. Ich befürchte, das bei Sonnenschein, vor lauter Touristen die Felsen nicht mehr zu sehen sind.

Nach der Exkursion essen wir noch gut und günstig im Besucherzentrum (irish Stew is lecker) und dann trennen sich die Wege von uns und unseren Bayrischen Kurzeiturlaubsfreunden.

Wir fahren weiter nach Osten und beschliessen spontan, die Fähre von Magilligan Point nach Greencastle zu nehmen, das spart uns den Weg über Derry und führt uns direkt auf die Inishowen Peninsula, also auch in die Republik Irland in den Bezirk Donegal. Hinweis: Keine Zeitumstellung, keine Passkontrolle, aber wieder Metrisches System und Euro.

Wir fahren ein Stück entlang der Küsten und dann quer rüber nach Clonmany. Ziel: Ein Zeltplatz den ich tags zuvor noch aus dem Internet gesucht habe. In Clonmany gibt es jedoch ein Weggabelung im Dorfzentrum. Links zum Zeltpatz und Rechts zum Zeltplatz. Wir nehmen spontan links und fahren an der Weggabelung zum Campingplatz vorbei (Tip: Wer den Pub „Rusted Nail“ passiert ist zuweit gefahren). Die Richtungsentscheidung war bestens wie sich rausstellt. Ein Plätzchen (Bayside) direkt am Strand wartet auf uns. Wie wir erfahren wird auch der andere Platz mit Strand beworben, dieser wird jedoch durch einen Flusslauf verhindert. Übrigens gibt es hier eine vorliebe für Camping bzw. Caravanplatz Häuschen die an eine Seuche grenzt. Immer wieder, auch hier, verschandeln unzählige beigefarbene Legebatterieartige nebeneinender gestellte pseudo Caravanbehausungen (sowas wie bei uns Dauercamper aber in groß, also eigentlich Ferienhäuchen) die Landschaft.

Wir stehen auf dem Alibi-Zeltbereich glücklicherweise etwas abseits hinter den Dünen.

Leider nützt das nichts den der warme Wind kommt von Landseite. Anfangs geht das noch doch Nachts dreht der Wind und wird zum Sturm der das Zelt um die Mädels richtig durchschüttelt. Ich und Geertje schlafen daher auch nicht so doll. Ich bereite den Bus innen vor, dass die Mädels reinflüchten können, aber Geerjte harrt tapfer aus und verankert die Heringe draussen neu. Merle schläft die ganze Zeit wie ein Stein.

Am Ende geht alles gut aus und das Zelt hat es überstanden (Obwohl die Böhen bestimmt zwischen 8 und 10 Windstärken hatten.) Geertje macht sogar noch warmes Frühstück (Rühreier). Die Frau ist tough.

 

Papa

Jan Marquardt ist als Papa von Merle und Morten gut ausgelastet. Hat aber doch noch Zeit sich als Videograf, Blogger und Journalist mit all den spannenden Themen zu beschäftigen, die ihn an neue virtuelle und reale Orte führen. Das ein oder andere Foto hat er auch schon zum Blog beigesteuert. Und viele Texte von unterwegs versehentlich als Geertje Jacob eingeloggt veröffentlicht, daher steht in den Texten meist noch ein extra Hinweis auf seine Autorenschaft. Falls nötig :)

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