Icehotel Bautagebuch

Freitag 23.11.12 Tag 1

Nach einem langen und ungewissen Tag 0 haben wir jetzt unseren ersten Arbeitstag hinter uns gebracht.

Wir sitzen in einem Arctic Chalet, es ist 21 Uhr und seit 6 Stunden dunkel, geschafft, etwas hungrig, etwas Rotwein intus,d en wir von schwedischen Kollegen erbettelt haben, nachdem wir heute zweimal vor dem Dorf Coop standen, der nicht auf hatte: einmal zu früh, einmal zu spät. Dazu kommt aber auch, daß es in Schweden dort gar keinen Wein gegeben hätte, aber Kekse, die eine gute Grundlage für den Alkohol geschaffen hätten, nun aber zu den wesentlichen Dingen:

Gegen 8 Uhr morgens bin ich wach, durch die Jalousie scheint kaum licht, etwas künstliches Licht von der Rückseite des Icehotel Gift Shop. Man hört Maschinen arbeiten. Draußen hat der Tag trotz Dunkelheiit also schon begonnen.

Ich stehe auf und setze maöl Teewasser auf, denn mehr als eine Teeküche ist in diesen Häuschen auch nicht vorhanden. Wir stiefeln zum 10 Minuten entfernten Laden, um Frühstück einzukaufen. Das Sandwich, das uns Mats gestern noch brachte, hat uns da gerettet… aber jetzt?

Zum Glück habe ich Müsli und ein wenig Joghurt eingepackt.

Das teile ich mir mit Gaston, bevor wir halb zehn zum Künstlermeeting eilen, was provisorisch in einem Raum bei der Iceproduktion stattfindet, weil im Oktagon noch renoviert wird. Es sind schon viele da, wir begegnen Jonas und seiner Frau, die mit uns gestern im Flieger saßen. Wir begrüßen Arne, den Art Direktor, Sofi und die anderen vom Haus. Es gibt viele Informationen, Kaffee und Kekse. Wir lernen alle Künstler mit ihren Ideen kennen.

Dann gibt es auch shcon Mittag mit Matkupong in der Kantine, Untergschoß vom Icehotel Restaurant. Für die neu angekommenen, soll es danach Kleidung, Werkzeug und Einführung in selbiges geben. Das mit der Kleidung dauert länger, als das mit den Werkzeugen. Viel Repsekt habe ich natürlich vor der Kettensäge und den Stecheisen.

Wir kommen in unseren vorbereitetn Schneeraum, der ist schon etwas ellyptisch vorgeformt, das ist gut so… aber die Paletten mit Eis stehen maximal im Weg, um dem Raum erstmal seine Form zu geben. Wir müssen strategisch überlegen, was inw elcher Reihenfolge zu tun ist, brauchen Rat vom Supportteam.

Die haben zur Zeit zig Anfragen zu beantworten ist ja klar, es muß erstmal jeder loslegen und soviele Eis-Newcomer wie dies Jahr hatten sie noch nicht.
Aber esstellt sich schnell raus, wer erfahren ist udn so können wir auch andere fragen.

Wir suchen krampfhaft nach einer Technik , um eine Ellypse in den Raum zu übertragen, in den Grundriß. Zum Glück quatschen die Lationos viel, so muß ich auf spanisch mit anhören, wie ein ein Spanier Gaston erklärt, wie man mit einer Schnur und zwei fixen Punkten, die Ellipye im Raum konstruiert. Genial einfach.

Wie benötigen ‚nur’ zwei Armierungseisen, einen Hammer und Schnur, nicht so leicht aufzutreiben, denn nach dem gemeinsamen Abendbrot sind die meisten vom Supportteam verschwunden… Freitag eben J. Macht nix, nach einigem Suchen im Dunkeln finden wir alles, was wir brauchen nebst Wasserwaage. Und machen die Grundkonstruktion für die Ellipse, schneiden ein bißchen Schnee mit der Kettensäge aus der Wand, transportieren aus dem Raum.. und sind dann schon angestrengt genug… Gaston wollte am liebsten schon nach dem Abendbrot schuliuß machen… aber kurz anch sieben ist dann auch ein guter Zeitpunkt. Der Laden mit den Leckerutensilien im Dorf hat allerdings schon zu, so sitze wir bei geborgtem Glühwein und mi Roten Wangen. Die Kälte macht müde und strengt an, obwohl es draußen recht mild ist , angeblich von ca minus 10 auf minus 2-3 Grad gestiegen – nicht so gut für die Bauarbeiten….

Wlan gibt es nicht so flächendeckend, als daß wir wie geplant die webcam in der Art Suite mitlaufen lassen können.. aber vielelicht wird das noch die Tage, auf jeden Fall muß die Gopro einen Timelaps produzieren.

Heute sind Japaner eingetroffen, sie haben ihr 1,5 Jährigen Kind dabei und im Dorf haben wir einen Kindergarten entdeckt – hätten wir doch die Kinder mitnehmen sollen?

Auf jeden Fall habe ich das Bedürfnis, alle modernen Kommunikationsmittel ausnutzen zu wollen.. und von jeder Sache gleich ein Dokumentationsbild zu schicken.. aber bevor es nicht freies Wifi gibt, muß ich mich damit noch etwas zurückhalten.

Samstag, 24.11. Tag 2

Anouk hat heute Geburtstag, so ist die erste morgendliche Maßnahem in good old Germany anzurufen. Wir machen ein kleines Frühstück mit Müsli und Tee in der Gewißheit, dass es um 9 aber auch ein gemeinsames Frühstück gibt. Draußen ist man mit Stirnlampe unterwegs. Aber soviele von den anderen sind auch noch nicht da. Wir lernen unsere Nachbarn kennen: drei Schweden, erfahrene Leute, die die Luxury Suite bauen. Sie sind schon ein paar Tage länger dabei und haben schon viele tolle große Figuren aus Eis fertig gebaut.

Wir besorgen einen 2 m Stab, um runderherum im Raum die Ellipse abzutragen. Es ist toll, jetzt die richtige Technik zu kennen. Wir haben dann ein paar Punklte und wissen, wo wir Schnee rankleben müssen und wo wir die Wand abtragen müssen.

9 Uhr Frühstück mit den anderen. Ein netter Schwede baut nen kleinen Hotspot, daß ich ein paar Bilder hochladen kann.
Bis Mittag haben wir die Markierungsarbeiten abgeschlossen. Diese dauernden Pausen helfen nicht gerade, viel zu schaffen, aberman muß bei der Kälte auch was essen. Dann wird man müde, weil man in der warmen Kantine sitz.

So jetzt soll es einen Markt ‚in town’ geben… wir stiefeln, mit Kamera und schwedischem Geld bewaffnet, Richtung Kirche. Allerdings finden wir nur einen ganz normalen Flohmarkt Loppis im Folketshus. Der andere handicraft market ist dann wohl morgen.

Dann gehts richtig zur Sache, wir formen den Raum und hoffen ein Viertel heute zu schaffen, das ist unser ‚Lernviertel, dann brauchen wir für die Raumformung 4 Tage. Das wäre eine gute Planung.

Nachdem wir das Abendbot hinter uns haben, ist endlich viel Zeit ohne Pause. Und wir schaffen noch richtig was, weil wir begeistert sind, was man schon alles erahnen kann. Die Spitze der Ellipse ist gut zu erkennen und ich merke, daß ein Übergang von positiver Ellipsenwand zur negativen Ellipsenwand sehr schick aussehen wird.

Wir brauchen ein kleines Gerüst und hoffen, daß wir es zwischen unseren Eisblöcken in die Suite gezirkelt bekommen. Es gelingt. Dann beginnt die Teamarbeit: einer macht einen klebrigen Schnee, weil der von draußen schon ein bißchen zu kalt trocken ist, mittels Heißlustfön und Eimer. Den Eimer macht man halbvoll mit Schnee, hält di eHeißluftpistole drauf und mischt mitd er anderen Gummihandschuhhand.

Gegen neun bin ich fix und fertig und wir beschließen Feierabend zu machen. Wir sind die letzten udn schauen, ob Mats die Sauna angemacht hat – yeah. Wir begegnen ihm noch

Und er sagt, die meisten sitzen im Oktagon und trinken Bier. Wir sind jedoch so knülle, daß wir nach der Sauna nur noch ein bißchen in unserer Hütte Nr. 29 Sitzen und bald ins Bett fallen.

Sonntag, 25.11. Tag 3

Der Wecker klingelt um sieben. Wie stehen auf, essen ein kleines Frühstück und ab gehts um 8 Uhr auf die Baustelle. Das eine ‚Kopfende der Ellipse stellen wir fertig und beginnen an den langen Seiten der Ellipse den Raum abzustechen, wir stoßen auf Holz. Darüber gibt es nun verschiedene Meinungen von verschiedenen Experten. Arne sagt ungesehen, kann weg, Mats sagt, einer von drei kann weg, aber anscheinend hat alles wirklich noch eine tragend funktion, denn als Gaston versucht, das Holz wegzusägen, merkt man, dass eine Menge druck drauf lastet, es also noch eine tragende Funkion hat. … mmmhg bis zum Ende des Tages finden wir keine einvernehmliche Lösung, außer vielleicht die Ellipse schmaler zu machen.er

Es gibt Frühstück im Raum der bei der Eisproduktionshalle und nach fahren wir fort, den Raum zu verschönern…. Das Gerüst können wir abbauen. Um dann an der anderen Seite weiterzu machen müssen wir zwei Eisblöcke, die auf einer Palette gelagert sind verschieben. Dazu gibt es di eüblichen Hubwagen, nur, dass statt Rädern Plastikplatten, wie Schlitten, unten angebracht sind. Wir kommen knapp durch unseren Raum Eingang und müssen noch schwierig um die Ecke zirkeln. Mittlerweile hat sich auch eine Menge Schnee auf dem Boden gesammelt, so daß wir erstmal zum Nullpunkt zurückfinden mussen udn ein ein paar Schubkarren Schnee vom Boden nach draußen transportieren. Als Mats uns dann hilft die Palette innerhalb der 25qm zu verschieben sind wir froh und legen nach dem Mittag los, die andere Stirnseite zu bearbeiten… nein , erst noch gehen wir nach dem Mittag zum Markt – es ist eine Art Weihnachtsmarktim Hembygdsgarden. Dort stehen einige historische Holzhäuser beisammen, in denen gebacken wird oder Handwerkskunst verkauft wird. Unter anderem sitzt dort auch der schwedische Sauna Verband.

Gegen 14 Uhr kommt Abendstimmung auf. Das Licht ist fantastisch, der Nebel kommt und geht und wir wanderen auf dem Torneträsk urück zum Icehotel. Dort haben die alten Hasen angefangen, einen großen Kreis ins Eis zu sägem, der sich wie eine Drehbühne mittels eines Bootsmotors dann drehen soll.

Ich muß mal noch eine kleine Pause in der Hütte einlegen udn gegen drei, meint Gaston es sei jetzt soweit, die Scheiobe dreht sich gleich, mit Kamera bewaffnet zum Ufer runter, aber leider gibt es nur ein sehr kurzes drehen udn das Projekt wird auf nächste Woche vertagt,w enn das Eis dicker ist, es isgt nämlich auch mehrfach gebrochen.

Wir arbeiten dann am anderen Kopfende der Ellie und stellen dann ein Gerüst auf, um nach dem Abendessen weiter oben die Wand so zu verdicken, daß die Raumform möglichst elliptisch wird.

Dazu haben wir eine neue Technik. Erst war es noch trockenen Schnee mit dem Heißluftfön zu erwärmen, daß er besser klebt, jetzt mischen wir vorsichtig etwas Wasser drunter.

Man muß aufpassen, daß das so gewonnen ‚snice‚ nicht zu transparent grau eisig wird, sondern weiß bleibt. Damit bringen wir dann noch 3 Stunden nach dem Abendbrot zu.

Da heute der erste Advent ist, (ich höre gerade, das ist erst am 2. Dezembner… mmmh) gab es besonderes Essen. Zum Mittag ‚Julbord’ verschiedene Salate, kleine Gerichte, verschiedene Lachs- und Heringszubereitungen wie bei einem Buffett….. lecker.

Wir sind wieder geschafft, aber nach unserem abendlichen workaround, wo wir einiges geschafft haben, auch ganz zufrieden.

Tag 4, 26.11. 2012


Das Programm wird optimiert, 7 Uhr aufstehen, kein richtiges Frühstück, nur was warmes trinken und einen Apfel und dann noch schnell bis neun was schaffen.

Und tatsache, was wir bis dahin schaffen wollten, ist getan und so trifft sich die Crew heute das erste Mal im Oktagon, einem 8eckigen Gebäude mit Bollerofen, daß wohl letztes Jahr gebrannt hatte und deshalb erstmal renoviert werden mußte. Na es stehen erstmal Kerzen auf dem Tisch und Frühstück: Kaffee, Brötchen, dazu Butter, Philadelphia, Käse, Wurst, Yoghurt, Cornflakes.

Das tut not. Das Thema Holzkonstruktion wegschneiden wird final besprochen – wir dürfen, es könnte aber sein, dass sich die Decke senkt. Nun aber wir lassen uns von Mister Icehotel (Arne Bergh) beruhigen.

Wir beginnen damit, also mehr Gaston, dessen alltägliche Arbeit es ja auch ist mit Kettensägen, Holzu wegzuschneiden. Irgendwie habe ich heute das Gefühl erstmal nur viel Zuarbeiten zu machen. Nicht daß ich deshalb dastehen udn frieren würde… aber fast.

Wir legen eine etwas längere Mittagspause ein,w eil wir so früh aufgestanden sind. In dieser Zeit versuche ich ein Internetkabel zu organisieren. Das klappt, aber das Internet geht trotzdem nicht, andere Künstler berichteten von einem superschnellen Internet in deren Cabin.

Am ende unseres Ganges wird jetzt noch mehr Icehotel gecastet, also geformt, außerdem wird die Icebar als Raum hergestellt. Dafür fahren wie wild Radlader udn Gabelstapler durch die Gegend. Deshalb sollen wir wie jeden Tag die gelben Westen tragen und möglichst auch nicht in bestimmten Bereichen draußen rumlaufen. Für usn ist das doof, weil wir unseren ‚Schneeschutt’, den wir aus der Suite raustransportieren, nicht auf dem kürzesten Weg entsorgen können.

Als fast alles Holz weggeschnitten ist, daß mit großem Karacho auf der einen Seite – es scheint großer Druck drauf zu sein, geht die, Kette an der Säge kaputt, ein Nagel ist im Weg. Nun müssen wir mit dem Snicing weitermachen. Es ist schon abends und es kostet kraft, Schnee zu holen von dem Schneeberg, den die Schneekanonen machen, den dann mit Wasser zu mischen oder mit dem Heißluftfön etwas anzumatschen. Ich mische, Gaston klebts in die Ecke und an die Wand. Als es neun Uhr ist, wir meine Schlappheit so groß, dass ich Gastons Motivation noch die Löcher mit zwei bis 4 Schubkarren Snice zu füllen, nicht teilen kann und den Arbeitstag beende. Dafür gibts halbgefrorene Schokolade, die uns ein nettes holländisches Pärchen aus dem Coop mitgebracht hat – aber Schokolade gehört nicht in den Kühlschrank!!!

Es ist gerade ein bißchen deprimierend, die anderen Räume sehen alle schon so fertig und teilweise richtig schick aus….. bei uns siehts wüst aus, obwohl man die Form schon erahnen kann.

Dienstag, 27.11. Tag 5

Wieder um sieben. Es geht los. Snice rankleben, schnee abschaben, Holz abtragegen, was einfach so aus der Wand ragt. Wir sind gegen halb acht nicht die ersten auf der Baustelle. Carlos ist ein Frühaufsteher, der arbeitet sonst am Flughafen und ist das gewohnt. Und der Japaner – da geht die Sonne eh früher auf. Nun wir ackern bis der Bauch Frühstückshunger vermeldet und stiefeln dann in die Eisproduktionshalle, wos frische Baguette udn Kaffee gibt. Keine wichtigen Nachrichten beim obligatorischen Meeting, auß0er Sauna – Sonntags, Mittwochs und Freitags udn eien Party am Samstag in Kiruna für alle Icehotelmitarbeiter.

Es geht weiter, unser Raum ist der einige Raum, in dem es nach Holz riecht, wenn ich den Stapel drauße betrachte, denke ich wir arbeitena n einem Holzhaus, nicht an einer Schnee Suite.

Jedenfalls werden wir mehr und mehr zu Snice Experten. Wir wissen,wann wir Schnee mit Wasser mischen müssen und wann wir ihn lieber mit dem Heißluft Fön bearbeiten.

Ich versuche die Webcam zu installieren,d enn auf der Baustelle gibt es zwei kleine Balken Wifi, jedoch empfängt der Patop kein Signal,w enn er zugeklappt ist udn nur die Webcam aus der Tasche ragt…. schade, wo wir doch sovielen Leuten angekündigt haben, daß wir zu sehen sein werden. Aber zur Zeit machen iwr noch soviel ‚Dreck’ auf der Schneebaustelle, daß ich dort keinen Laptop aufgeklappt stehen lassen will.
So pack ich ihn wieder ein, weil es auch stört, wenn man imemr auf was Rücksicht nehemn muß.

Mittagessen und Mittagspause wird bewußt wahrgenommen…. dass wir mehr Energie für abends haben, wo wir bisher sowieso immer am meisten geschafft haben.

Ich muß mal ein fax nach good old Germany schicken und ein bißchen skypen.

Langsam haben wir vom Ellipsen formen genug udn woölen endlich die Oberfläche so schön glatt bearbeiten wie die anderen. Aber es gibt immernoch Lücken und Hügel, die zu nevellieren sind.

Morgen werden wir uns von den Japanern ein Lasermessgerät ausleihen und eine umlaufende zwei Meterkante im Raum markieren ­– so hoch wird unsereEllipse.

Am Abend sind sowohl meines eines Paar Handschuhe weg und das Gummihandschuhpaar so nass und damit unbrauchbar. Gaston will die letzte Ecke alleine füllen, ich ziehe schon um acht von dannen. Fühle mich aber noch so fit, daß ich eine Fotorunde einlege und im Dunkeln über die Baustelle streife und Bilder mache.

 

Mittwoch, 28.11.2012

Erfolgserlebnis, die elliptische Form ist endlich sichtbar!

Wir legen wie immer früh los. Und ja langsam über den Tag verteilt…Step Step… kommen wir der Form näher. Trotzdem sagen alle, daß es noch viel Arbeit ist.

Es wird ein bißchen darauf ankommen, wie genau wir sein wollen. Unsere Geometrietechnik hat immer noch hin, wir gehen mit einer 2m Latte durch den Raum, die ist an einer Schnur, die zwischen zwei Punkten in der Ellipse gespannt ist. So reiben wir mit einer großen Reibe immer wieder Snice von der Wand ab und kleben neuen Snice bei Dellen ran.
Das Essen ist wiedermal wunderbar Schwedisch, zum Abendbrot gibt es Julbord, viele kleine Gerichte und Salate, viel ,mit Fisch, also Hering und Lachs. Es laufen von Tag zu Tag mehr Leute hier rum, Angestellte, neue Crews, Guides, Führungen für die Presse werden veranstaltet. Die Bar wird gebaut. Sofi und Nille sind gut drauf, es scheint, daß sie vor Eifer die Nacht durcharbeiten werden. Sie müssen in einer Woche fertig ein.

Nach dem Abendbrot gehe ich noch im Dorfladen shoppen, Bier, Glögg, Kekse, Schoki – alles überlebenswichtig.

Donnerstag, 29.11. Tag 7

Es hat sich viel verändert. Wir haben schöne Wände noch nicht perfekt und fertig, aber schön anzusehen Und einen großen Iceblock zusammen mit dem Supportteam bewegt.

Morgens und Mittags gibt es fantastisches Sonnenlicht, alle streifen draußen herum und machen Fotos. Als Vordergrund dienen Schneekanonen.
Abends bin ich noch ganz wach und motiviert und könnte weiter und weiter machen. Jedoch genieße ich es auch mal kurz im Elliptischen Raum inne zuhalten über die weiteren Schritte wie die Murmelbahn nachzudenken und dann durch Dunkelheit zurück zu schlendern und mir Nordlichter am Himmel einzubilden.

 

Freitag 30.11.2012 Tag 8

Wände schleifen

aufs thermometer gucken -20°

doch die Jacke anziehen

am ende des tages in die sauna gehen,

nochmal aufs thermometer gucken: -28,5°

nordlicht sehen

draußen rumlaufen mit der Kamera und frieren, aber

schöne Fotos machen

1.12. samstag Tag 9
Wir fangen an das Eis zu bearbeiten.. wie spannend………

Gaston ist ein Meister im Gefälle ausrechnen und in den Raum zu übertragen! Ich habe heute viel gelernt! Danke.

Abends gibt es die sogenannte kick-inn Party vom Icehotel. knapp 200 Leute, di ediese Saison fürs Icehotel arbeiten sind geladen. Es gibt lecker Essen und Jamsession. Jeder darf Musik vortragen. Es wird aber auch ein iphone bemüht… es gibt wohl keine vorbereitete playlist… so ist es eine wilde Mischung aus nicht sonderlich guter Musik. Mein Motto: do as the natives do.

Viele der anderen Künstler waren einfach viel zu geschafft und hingen in den Seilen, bis der Bus alle endlich um 1 Uhr zurück nach Jukkasjärvi bringt.

Sonntag, 2.12.2012 Tag 10

Wir schaffen es trotz Ausschlafen fast alle Eisteile für die Murmelbahn fertig zu bearbeiten, in über 60 gibt es jetzt einen halbrunden Kanal, in dem die Murmel durchrollen kann.
Es ist wieder wärmer geworden draußen. Nur minus zehn.

Abends sitzen einige von uns noch im Oktagarden zusammen bei Kaminfeuer und Süßigkeiten – nach der Sauna.

Montag 3.12.2012 Tag 11

Endlich sehen wir den Raum mal , wie er ist, ohne Gerüst, ein tolles Gefühl.
Wir ebnen den Boden für die Platzierung der EIsblöcke, die das Bett formieren werden.
Das Hin- und Herrücken von Eisblöcken ist nicht einfach. Man kann eine Kunststoffplatte drunterschieben, dann hat man sowas wie einen Schlitten oder versuche mit einer Brechstange den Block Zentimeterweise fortzubewegen. das alles wenn sie von den Holzpaletten runter sind 🙂

Dienstag, 4.12.2012 Tag 12

 

Bett bauen und erste Tracks in die schön gesniced Wand schneiden.
Dann kommen wir ganz geschafft vom Arbeiten zur Hütten und sehen ein spektakuläres Nordlicht.

Klopfen an der Hütte von Margot und Wouter aus Holland und fahren mit ihnen udn deren Auto zur ESA Satelliten Station die auf einem Berg liegt. viel zu viel künstliches Licht um etwas zu sehen. Aber die Kamera fängt ein Nordlicht ein.

Nordlicht von der ESA Station 18km, von Jukkasjärvi aus gesehen

dass ich in den letzten Tagen es nicht mehr geschafft habe, tagebuch zu schreiben oder time lapse filme hochzuladen hatte einen Grund: Die deadline am 10.12.—

aber das Ergebnis kann sich nicht nur sehen lassen man kann auch damit spielen: Go murble run!

crossing tracks

bed&ballcollector

the ball collector

the track

Das Haustürschild

Geertje

Geertje schreibt und fotografiert auf Reisen gerne, um diese intensiven Momente des Lebens festzuhalten. Sie möchte diese wunderbare Welt auch ihren Kindern zeigen und reist deshalb am liebsten als Familie in den Norden. Schön ist es, wenn Bilder und Texte auch andere Familien zum Reisen inspirieren.

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