Abfahrt von Pico

Heute genießen wir nochmal den Tag so richtig zu Hause, denn die einzige Unternehmung besteht darin zu packen. Aber zum Frühstück wird erstmal rumgezofft, Morten ist müde und muss schon sein Vormittags-Schläfchen halten, Mama ist aber noch nicht fertig mit frühstücken, deshalb bringt ihn der Papa ins Bettchen….

Es ist doch wieder mehr zu packen und zu trödeln als angenommen. Wir haben uns in dem 200m² großen Haus schön ausgebreitet. Der Blick auf „Sao Jorge“ ist heute nochmal besonders interessant mit tollen Wolken, man kann vor dem Haus in der Sonne sitzen.

Merle muss natürlich nochmal in den Whirlpool, da muss ich dann mit und Morten auch.

Tatsächlich traut sie sich dann aufgewärmt auch noch in den kalten draußen Pool.

Noch ein Käffchen und ein bisschen in der hauseigenen Bibliothek blättern..wollte ich schon die ganze Woche. Schöne Bildbände – der Mensch und das Meer, über Walfänger, frühere Zeiten und ein ganz aktuelles mit schönen Fotos… was aber leider bei Amazon nicht zu haben ist, weil es von der Azoischen Regierung rausgenommen ist. Da frage ich die Hausbesitzerin, die uns heute noch kurz persönlich begrüßte und verabschiedete, wo man es bekommen kann und durfte es tatsächlich mitnehmen – juhu.

Gegen Drei fahren wir los zum Flughafen. Die Pico Spitze präsentiert sich uns noch in tollster Klarheit, die Wolken tummel sich drum rum, geben aber den Blick frei… was für ein Abschied. Das kleine Propellerflugzeug startet pünktlich 17.35 Uhr, mit uns an Board und eine einheimische Klasse, wie wir schon auf dem Hinflug festgestellt haben, kaum andere Touristen.

Das ist alles schon fast routiniert bei uns: ankommen, Gepäck abwarten, parallel wird das Auto gemietet und dann noch schnell im dunklen Durch Ponte Delgada zum Supermarkt etwas einkaufe.

Dass wir dann aber in der größten Shopping-Mall aller Zeiten landen, konnte keiner ahnen. Ein Wal hängt im Freien Raum, riesengroß, wie die Mall selbst und wie Jan und Merle berichten hat der Supermarkt wohl amerikanische Ausmaße, es dauerte so lange einmal durchzulaufen, da die Gänge so lang waren.
Wir kommen an der Kirche in Ginetes gegen Acht an. Das ist der vereinbarte Treffpunkt mit den deutschen Besitzern des Ferienhauses für unsere letzte Woche hier auf den Azoren.

Jan wundert sich, warum es nicht, wie üblicherweise, eine Wegbeschreibung gibt. Als wir dem großen Jeep die fast-off-road Straße folgen, weiß er warum, nichts für empfindliche Mietwagen, erst recht nicht im Dunkeln.

Wir kommen heil an, das Ferienhaus ist toll, nicht wie normal viereckig, sondern mit einer besonderen Architektur.. sehr schön.

Ich schlafe mit Morten im Wohnzimmer, er hat eine tolle Wiege. Merle und Jan schlafen im Schlafzimmer. Es begrüßen uns selbst gebackenes Brot und eine Flasche Wein. Wir sind vom Reisen geschafft und als ich auf die Uhr schaue, ist es schon um elf.

Zum Glück hat Jan fertige Hühnchen gekauft, so dass wir nicht noch kochen müssen.

Wir schaffen es noch ein bisschen Unterhaltungsprogramm auf dem Laptop zu schauen und schlafen ein, bevor ab und zu des Nachts ein Hahn kräht.

Geertje

Geertje schreibt und fotografiert auf Reisen gerne, um diese intensiven Momente des Lebens festzuhalten. Sie möchte diese wunderbare Welt auch ihren Kindern zeigen und reist deshalb am liebsten als Familie in den Norden. Schön ist es, wenn Bilder und Texte auch andere Familien zum Reisen inspirieren.

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