On the road between Tallinn und Hiiumaa mit der ganzen Familie

[Werbung, da unterstützte Recherchereise] Heute sind wir noch einmal kurz in Tallinn unterwegs und machen uns danach auf den Weg zur Insel Hiiumaa. Es ist herrlichstes Sommerwetter und die ganze Familie ist auf einem Roadtrip von Schweden über Finnland nach Estland unterwegs.

Das Sokos Hotel Viru in Tallinn

Ich freue mich besonders auf ein Hotelfrühstück im Sokos Hotel Viru, wo wir gestern Abend gelandet sind.
Ein perfekt ausgestattetes Familienzimmer bot uns dort genügend Komfort für eine Nacht in der City.

Ich schleiche mich aus dem Zimmer und versuche meinen Weg zum Frühstücksbuffet zu finden. Hier sind zwei Sokos Hotels nebeneinander und die Pfeile zum Frühstücksbuffet zeigen in zwei Richtungen. Ich finde eine halbrunde Bank und einen runden Tisch. Morten habe ich auch schon mitgeschleppt. Schnell finden wir beide, was wir mögen. Für die Kids gibt es auf einem niedrigen Tisch ein Buffet für die Selbstbedienung. Hier sind Früchte und Müsli aber auch Oreo Kekse feil geboten. Die Kids verschlingen regelmäßig knusprigen Bacon an solchen Buffets. Auch Jan kommt irgendwann runter, gemeinsam trinken wir noch Kaffee und Kakao und besprechen den Tagesplan. Für alle ist es wichtig, immer einigermaßen eine Übersicht über die Geschehnisse zu haben.

Gleich nach dem Frühstück treffen wir Annika, sie ist Content Managerin vom Sokos Hotel. Und unsere Augen und Ohren werden immer größer, als sie erzählt, dass das Sokos Hotel Viru eine spannende Geschichte rund um die KGB-Aktivitäten hat. Hier wurden die meisten Zimmer verwanzt und abgehört. Es gibt einige Räume, die als Museum hergerichtet sind. Die werden wir bei unserm nächsten Tallin Besuch Ende des Monats besichtigen.

 

Über unsere Ankunft in Tallinn berichtet unser letzter Blogpost

Über unsere Ankunft in Tallinn mit der Fähre von Helsinki berichtet unser letzter Blogpost.

Stadtbummel in Tallinn

Jetzt wollen wir noch einmal zu viert einen kleinen Stadtbummel machen. Die Sonne steht schon wieder hoch am Himmel und es ist warm. Die Schweißperlen stehen uns auf dem Gesicht. Trotzdem stromern wir nochmal durch die mittelalterlichen Gassen, schauen in die kleinen Hinterhöfe und sehen alte Türen und Gemäuer.

Faszinierend. Und auf jeden Fall wert, noch einmal genauer beschaut zu werden.

Jetzt haben wir es etwas eilig, weil die Fähre zur Insel Hiiumaa nehmen wollen.

Die Fähre von Rohuküla nach Hiiumaa in Estland

Mit dem Auto fahren wir eine gute Stunde vom Zentrum Tallins in den Ort Rohuküla.

Jetzt dringen wir endlich ins estnische Hinterland vor. Eine prima ausgebaute Landstraße, wenige Autos, viel Natur rechts und links. Ich verliebe mich sofort in die pastelligen Holzhäuschen.

Im Fährort angekommen weisen sofort Displays darauf hin, wo man sich einordnen muss. Mitarbeiter laufen mit Ipads herum und regeln den Autoverkehr. Die Überfahrt auf die Estnische Insel ist preiswert, insgesamt ca 20,00 Euro für ein Auto mit 2 Erwachsenen und zwei Kindern.

Wir gehen alle nochmal schnell auf Toilette auch dort ist schon alles hoch technisiert. Ein großes Display zeigt mit einer schön gestalteten Grafik an, wie lang es noch bis zur Abfahrt ist, Morten zählt Robben, die an verschiedenen Stellen auf dem Display auftauchen.

Fähre nach Hiiumaa

Die moderne Fähre, fährt 1,5 Stunden. Nach dem Einparken nehmen wir die Treppe zum Passagierdeck. Dort gibt es wieder verschiedene Bereiche, sitzen, essen, einkaufen, Entspannen, spielen. Das Design des Interieurs ist super modern und ähnelt dem schlichten zeitgenössischen skandinavischen Design.

Fähre nach Hiiumaa

Nachdem wir alles erkundet haben, wollen wir doch unseren Mittagshunger stillen. Es duftet schon gut nach Essen und auf den Tellern sind interessante Sachen zu sehen.

Dabei finden die Kids auch Pommes interessanter als die einheimischen Gerichte. Ich stelle mich in die Schlange und kann schwerlich das Menü entziffern. Eine Estin vor uns in der Reihe bietet freundlich an zu übersetzen, sie kann gut Deutsch. Sie schwärmt von den gebackenen Pelmeni und dem Getränk Kamajok, was deutsche Gäste oft nicht mögen.

Fähre nach Hiiumaa

Ich liebe Experimente und bestelle drei Portionen Pommes für die Familie und Pelmeni nebst Kamajok für mich. Beides schmeckt super gut. Die gebackenen Nudeltaschen sind mit Schweinehack gefüllt, Kamajok ist ein Joghurtgetränk mit Brot. Echt lecker.

Als die Fähre auf der Insel Hiiumaa anlegt, haben wir auch schon unser Ziel ganz im Westen der Insel eingegeben.

Wir wollen ins Kalana Holiday Village auf der Insel Hiiumaa

Bei einer Pullerpause traue ich jedoch meinen Augen nicht. Die Raststelle grenzt an einen Wald, wo es prall gefüllte Blaubeerbüsche gibt, soweit das Auge reicht.

Hiiumaa

Wir schnappen unsere Trinkbecher und sammeln jeder ein paar Hundert Beeren und kehren dann mit blauen Zungen und blau verschmierten Mund zum Auto zurück.

Blaubeeren Hiiumaa

Hiiumaa

Eine Stunde fahren wir die 75 Kilometer quer rüber zum westlichsten Punkt der Insel. Am Hafen von Kalana stehen ein paar Holzhäuser und es herrscht eine idyllische Atmosphäre.

Wir beziehen ein Campinghäuschen mit zwei Doppelstockbetten und schönem hölzernen Ambiente. 15 Stück von den skandinavisch anmutenden Campinghütten stehen hier am Hafen, außerdem gibt es eine Bar am Hafen und ein aufgebocktes altes rostiges Fischereischiff. Das zieht uns magisch an. Eine kleine Holzleiter lädt dazu ein, auf das alte Schiff zu klettern. Es riecht nach Metall und Maschinenöl. Morten steigt gleich in das Rollenspiel ein und ist Kapitän des Fischerbootes. Eine tolle Filmkulisse.

Der Strand auf der Insel Hiiumaa

Strand auf Hiiumaa

Wir ziehen zu viert einen weißen Kieselweg entlang, links von uns kräuseln sich leichte Wellen der Ostsee, rechts von uns Kiefern. Hin und wieder sehen wir ein neu gebautes Haus. Ein Traumort für ein Einfamilienhaus. Dann zweigt der Weg etwas hinunter zum Sandstrand. Der Sand ist weich und nicht besonders fein. Aber die gesamte Bucht von Kalana ist fast Menschenleer. Zwei Kilometer Sandstrand, Kiefern und wir. Ok, vielleicht sehe ich zwei Handvoll Badegäste. Das Meerwasser ist schön klar und kühl. Ich weiß jetzt wieder, dass ich das Meer lieber mag als kleine Süßwasserseen.

Wir lungern ein bisschen hier herum. Malen, schichten weiße Steine aufeinander und graben mit den Füßen im Sand. Nichtstun am Meer – das ist Urlaub.

Oh was freue ich mich auf morgen. Wir kehren zu unserer Holzhütte zurück und müssen uns auf eine unruhige Nacht einstellen.

Hier gibt es zwischen den Hütten ein zentrales Gebäude mit Duschen und Toiletten. An der einen Außenwand gibt es eine Draußenküche. Dort kochen wir uns zünftige Spaghetti und essen am Picknicktische vor unserer Holzhütte mit Blick auf den Hafen.

Am Hafen findet heute ein Hip Hop Konzert statt. Der Soundcheck ist noch recht erträglich. In der Nacht fliegen uns ein bisschen die Ohren weg. Aber der Campinghüttenvermieter hatte uns das angekündigt. Wir stopfen uns Ohropax in die Ohren, ich schaffe es zu schlafen, die anderen haben es etwas schwerer.

Vielen Dank für die Unterstützung der Reise an Kalana Holiday Village und Visit Estonia.

Geertje schreibt und fotografiert auf Reisen gerne, um diese intensiven Momente des Lebens festzuhalten. Sie möchte diese wunderbare Welt auch ihren Kindern zeigen und reist deshalb am liebsten als Familie in den Norden. Schön ist es, wenn Bilder und Texte auch andere Familien zum Reisen inspirieren.

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