Tag 24: Auf stürmischer See

01.10.2010 : Endlich ist die Zeitlosigkeit perfekt, bei meiner Uhr ist die Batterie alle. In einer dunklen Kabine ohne Fenster versuche ich mehrmals des Nachts herauszufinden, ob es schon Frühstückszeit ist. Denn heute „durfte“ ich ans Buffet und wollte natürlich auch die Zeit am Fenster und mit Buch genießen. Tatsächlich zogen die Orkneyinseln gerade vorbei, der Seegang ist heftiger, die Wellen 8-10 m hoch. Vielen Menschen an Bord geht es schlecht. Merle kommt auch zum Frühstück, kriegt aber nicht allzuviel herunter.. ihr ist auch etwas schlecht und sie bekommt Medizin. Danach sind viele Kinder Im Spielbereich, aber leider nichte Maite und Merle, mit denen sie sich schon angefreundet hatte. Nur anderssprachige Spielgenossen. Zum Glück taucht bald die Schminkfrau auf und Merle läuft den Rest des Tages als Häschen herum.

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Den ganzen Tag verbringen wir abwechselnd in Kabine und im Kinderspielbereich. Mir ist auch nicht besonders gut und ich nehme eine überlagerte Reisetablette, die mich hauptsächlich müde macht, aber die Zeit kann ich herumdösen bei BBC in der Kabine. Der Seegang wird stärker und man schätzt, daß gegen Abend die Wellen 10-12m hoch sind, es ist dunkel und während ich hier am Computer sitze schlagen ab und zu Wellen ans Fenster neben mir im 6 Stock / Deck. Es ist etwas unheimlich, nur die heftigen Bewegungend es Schiffes zu spüren und draußen die Ursache nicht mehr zu sehen. Gerade wird darauf hingewiesen, daß man sich beim Gehen an Bord besonders außerhalb sehr vorsichtig bewegen soll.

DSC_0210Ich frage mich, warum sie solche Warnungen noch nicht heute Nachmittag herausgebracht haben. Da war ich mit Marc an Deck, vorne oben und wir haben uns eine Ladung Salzwasser am ganzen Körper abgeholt. Klitschnaß. Aber großartig.

Merle schläft vor dem Fernseher in der Kabine ein. Soviel Kindergespiele hat sie geschafft.

Geertje

Geertje schreibt und fotografiert auf Reisen gerne, um diese intensiven Momente des Lebens festzuhalten. Sie möchte diese wunderbare Welt auch ihren Kindern zeigen und reist deshalb am liebsten als Familie in den Norden. Schön ist es, wenn Bilder und Texte auch andere Familien zum Reisen inspirieren.

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