4./5.1.2009 Icehotel Jukkasjärvi

 

4.1.

Der Hand Wecker klingelt um 5.45 Uhr – für uns eine sehr ungewohnte Zeit. Merle hat aber ziemlich bald gute Laune und nimmt mit uns ein frühes Frühstück in Angriff. Dann geht’s mit einem Transferbus zum Flughafen. Von Gardamoen fliegen wir mit norwegian nach Stockholm. Das dauert nur eine Stunde. Zum Glück hatten wir am Abend vorher schon eingecheckt uns gute Plätze im Flugzeug gesichert und konnten jetzt ganz gelassen die Reise antreten. In Stockholm hatten wir zwei Stunden Aufenthalt und entdeckten den „Junibacken“ ein sehr schön gestalteter kleiner Flugplatz als Kinderspielplatz. Dann nochmal 1,5 Stunden nach Kiruna. Merle schlief sogar auf dem zweiten Flug und für sie schien fliegen gar nichts besonderes mehr zu sein.
Vom Flughafen KIruna gab es einen Transferbus zum Icehotel in Jukkasjärvi. Wie spannend und kribbelig in die Einfahrt einzubiegen wie wir es schon einmal im Frühling 2008 getan hatten mit dem Beschluß, im Winter irgendwann mal wieder zu kehren. Daß dieser Traum so schnell wahr wurde hätte ich nicht gedacht. Wir bezogen unser Northern Light Chalet  Nr. 9. Und bekamen ein Besucherumhängeausweis und ich einen Presseausweis zum Fotografieren dazu.

Diese kleinen Häuser sind mit ihren riesigen Dachflächenfenstern extra dafür konstruiert des Nachts im Bett liegend Nordlichter zu beobachten. Jan hatte wie immer die Befürchtung, daß es zu hell werden würde. Aber diese bestätigten sich nicht. Die Sonne geht bis zum 11.1. gar nicht richtig auf. Es ist zwar von ca 10 Uhr bis 14 Uhr ein bläuliches  Licht da, aber die Sonne kommt nie über die Berge. So auch heute, wir beeilten uns sehr, um einen kleine Fotospaziergang um das Icehotel zu unternehmen. Bei ca minus 25 Grad mußten wir uns gut einpacken und fanden die Ausstattung die man zur Verfügung gestellt bekommt, auch sehr sinnvoll: ein Overall mit Fellkapuze, Stiefel, und eine Skimaske und Handschuhe mit Innenhandschuhen…. Alles in großen und kleinen Größen. Ich habe gleich für heute eine Aktivity gebucht: Islandponyreiten im Dunkeln durch den Wald – moonlighttour oder Northern lighttour von 15.30 Uhr bis 21 Uhr. Als alle, die diese Aktivity gebucht hatten in Autos zum Startpunkt fuhren war es so stockfinster, daß man dachte, es wäre spät abends und ich konnte mir nicht vorstellen solange auf Ponys in der Kälte herum zu reiten. Die Fahrt zum „Ponyhof“ war schon sehr interessant mit  Blicke auf Kiruna. Dann striegelten wir die Pferde, sattelten sie und Matti erklärte uns einiges zu der Tour und zu dem Umgang mit den Ponys. Mein weißes süßes Tragetier hieß Breki und war wirklich ein sehr umgängliche Mädel.

Tip: Anzüge / Overalls so spät wie möglich anziehen, nicht schon im Auto tragen oder im Stall beim Striegeln – dann wird die Wärmewirkung verringert….

Matti wies mich darauf hin, mein Stativ im Rucksack dazulassen, da viele schneebedeckte Äste so tief hängen, daß man sich darin verfangen könnte. Außerdem haben wir auch bei 13 hintereinander reitenden Ponys auch gar keine Fotostops gemacht. Ein schwaches Nordlicht konnten wir bei sternenklaren Himmel beobachten. Es war gelblich. Die Sonnenaktivität ist derzeit nicht hoch und daher die Anzahl der Nordlichter auch gering. Jan meinte sogar, daß wir am Teifpunkt einer 11 Jahresphase angelangt sind… ja schade, aber trotzdem irgendwie romantisch dieser Ritt. Ziemlich bald bekamen aber die meisten kalte Füße trotz guter Ausstattung. So war wie geplant nach einer Stunde Reiten der Abend an dem Punkt, an dem es Suppe mit Elchfleisch gab. Diese wurde in einer traditionellen Samihütte serviert, in der in der Mitte ein Feuer geschürt war und wir uns drumherum auf Rentierfelle platzierten. So kam ich mit Engländerinnen und Schweden ins Gespräch. Die warme Suppe, heißer Lingonbeerensaft und dann der Kaffee mit Kessel überm Feuer taten sehr gut. Matti und Karina waren gute Guides, sehr freundlich und interessiert. Gegen 21 Uhr erreichten wir mit den Autos wieder das Icehotel. Und irgendwie habe ich es verpeilt, gleich mal in die Sauna zu gehen.  Jan erzählte von seinem Dinner fort wo mit Merle und bei der abendlichen Bilderauswertung erzählte ich von meinem Abend in der läppischen Nacht.

After two flights from Oslo via Stockholm to Kiruna we reached Jukkasjärvi and the Icehotel and moved into an Northern Light Chalet with big windows to observe the northern lights / aurora borealis. The same day I booked a Northern light tour on horseback. The horses that carried us around were islandic horses and very good for the most of us as beginners in riding. We were riding through the winter woods and saw stars and one quite weak northern light.
Afterwards Soup with minced moose meat was served in a sami hut. We sat on furs on the floor and enjoyed the warm meal
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Geertje

Geertje schreibt und fotografiert auf Reisen gerne, um diese intensiven Momente des Lebens festzuhalten. Sie möchte diese wunderbare Welt auch ihren Kindern zeigen und reist deshalb am liebsten als Familie in den Norden. Schön ist es, wenn Bilder und Texte auch andere Familien zum Reisen inspirieren.

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