Ein Tag in Aarhus mit Kindern und VW Caddy

Der Artikel könnte auch heißen, Roadtrip mit dem Testwagen VW Caddy nach Aarhus oder wie unser Auto in der futuristischen Stadt von einem Parkhaus verschluckt wurde.Der Blogpost berichtet aber hauptsächlich von einem herbstlichen Ausflug in die dänische Stadt Aarhus mit der ganzen Familie.

Die Fahrt nach Aarhus im VW Caddy maxi

Die nordicfamily wacht in einem gemütlichen Ferienhaus an der dänischen Küste auf, um den Herbst hier draußen zu genießen. Wir befinden uns unweit der Stadt Aarhus auf Jütland. Deshalb haben wir heute mal einen Stadttag eingeplant.

Aarhus ist für uns besonders spannend, weil es im vergangenen Jahr Kulturhauptstadt Europas war. Es gibt vieles zu entdecken und ein Tag ist sicherlich nicht genug, aber es ist ein Anfang. Wir brechen gleich nach dem gemütlichen Frühstück auf und fahren mit unserem VW Caddy, den wir für diese Dänemark Tour testen, in die Stadt  eine halbe Stunde nördlich von hier.

Schon unserer Fahrt nach Dänemark mit dem VW Caddy war sehr komfortabel und spritsparend.
Ehrlich gesagt, wird es immer einfacher unsere Roadtrips zu planen und durchzuführen, da die Kids sich gut zu beschäftigen wissen und durchhalten. Schließlich wissen sie, dass am Ende auch meist eine erlebnisreiche Gegend steht, die wir ausführlich entdecken. Gerade in der Offseason ein Auto am Zielort nutzen zu können, erwies sich für uns auch schon auf anderen Reisen als Vorteil. Zum Beispiel waren wir im Herbst 2018 zu sechst in Dänemark zum Wandern.

Mit dem VW Caddy unterwegs zu sein, ist für uns auch besonders preiswert im Vergleich zu anderen Fortbewegungsmöglichkeiten.

Wenn ich die Kids frage, was sie an dem Auto mögen, dann kommen Antworten, wie die Sitzaufteilung mit den zwei Rückbänken und die Gemütlichkeit. Frage ich den Mann, der die meiste Zeit gefahren ist, dann kommt als erstes das Navi und die Automatik.
Ich schätze die verschiedenen Möglichkeiten, den Sound zu regulieren. Man kann ihn entweder nach hinten stellen, so dass wir uns vorne unterhalten können oder umgekehrt. Wir hören vorne, die Kids hinten etwas auf dem Ipad mit Kopfhörern. Die Geräte kann man übrigens auch an vielen Stellen mit USB im VW Caddy laden.
Weiterhin kommen wir sehr gut mit unserem Expeditionsgepäck klar. Wenn alle Sitzbänke belegt wären, ist der Kofferraum recht klein, aber da wir die zweite Rückbank auch als Ablage nutzen, passt das alles für uns vier.
Nun aber zu unserem Roadtrip in die heimliche Hauptstadt Jütlands.

Unsere Ankunft mit dem VW Caddy in Aarhus

Unser erstes Ziel ist das Multimediahaus DOKK1, wo wir unsere Arhus Card abholen. Es ist eine Karte, mit der man die öffentlichen Verkehrsmittel umsonst benutzen und viele Attraktionen besichtigen kann.
Das DOKK1 ist ein modernes Gebäude in Aarhus am Hafen, in dem Bürgeramt, Bibliothek, Kulturzentrum und zentrales Parkhaus an einem Ort versammelt sind.

Das vollautomatische Parken in Aarhus im DOKK1

Zunächst wollen wir parken und finden die Einfahrt. Dann sieht hier alles plötzlich hypermodern und technisch aus. Durch Zeichen wird uns angewiesen, in eine Parkbox zu fahren. Es ist eine Box, die mit Schranke und Bildschirm ausgestattet ist. Wir steigen aus dem Auto und müssen all unsere sieben Sachen für den Tag mitnehmen, denn von hier aus führt unser VW Caddy ein Eigenleben. Auf dem Bildschirm geben wir an, dass wir später das Parkticket bezahlen wollen. Schließlich geht ein Rolltor hinunter, wir können nur noch mit offenen Mündern staunend beobachten, wie der VW ein Stockwerk tiefer rutscht und dann gänzlich verschwindet. Wie in einem Parkhaus Tetris wird es jetzt wohl in ein Fach sortiert, wo es nicht stört. Nun stehen wir da und gehen durch die geöffnete Schranke wieder hinaus. Ein merkwürdiges Gefühl, wir sind baff und ein bisschen ängstlich. Ob wir unseren VW Caddy jemals wieder sehen werden?

In dem modernen Gebäude holen wir an einem Infoschalter unsere Unterlagen nebst der Aarhus Card. Der Plan ist eigentlich schon geschmiedet, zwei Attraktionen und eine Verabredung im Cafe sollten für den Tag reichen.

Aber zunächst müssen wir noch umparken in ein gewöhnliche Parkhaus ein bisschen weiter. Das Parken dort ist für die Inhaber der Aarhus Card nämlich kostenlos.

Dazu gehen wir wieder an einen großen zentralen Bildschirm, zahlen das Parkticket, uns wird danach gesagt, dass wir uns an Parkbox 1 begeben sollen. Wie von Geisterhand wird unser Auto dort hinein geschoben, gehoben oder gezaubert?

Wir fahren eine Runde um die Stadt, weil irgendwie die kurze Variante durch eine Baustelle nicht möglich ist, und stellen unser Auto für den Tag ab.

Hier in Aarhus Zentrum ist eigentlich alles zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar.

Das Aros Kunstmuseum in Aarhus

Nachdem wir unseren VW Caddy nun für den Tag im Parkhaus verstaut haben, geht es los.
Wir schlendern durch die Innenstadt bei nordischen Nieselregen, bis wir das moderne Gebäude mit dem Regenbogenwalk auf dem Dach schon sehen. Der bunte Ring auf dem Dach ist ein wahrer Farbklecks bei dem grauen Wetter. Das moderne Gebäude beheimatet eine ständige Sammlung von Kunstwerken und wechselnde Ausstellungen. Am Eingang erhalten die Kids ein Faltblatt mit Aufgaben, die sie lösen können und dabei die Ausstellungsteile entdecken. Ein großer Teil der Ausstellung „Human Nature“ beschäftigt sich mit Porträts, so auch die Fragen und Aufgaben in den Faltblättern. Die Kinder sind ganz eifrig und finden Porträts und versuchen die Bilder zu beschreiben oder zeichnen etwas zu den Aufgaben.

Ich finde es super spannend, mit ihnen auf diese Weise die Ausstellung zu entdecken. Die Künstlerin Agnes Slott-Møller hat viele Helden und Heldinnen großformatig dargestellt. Die letzte große Aufgabe zum Thema Porträts ist in einem Saal, in dem man an großen Papierbahnen einen Umriß von sich selber malen kann und den dann als Held oder Heldin gestaltet – quasi ein Selbstporträt. Ich merke wie es richtig ungewohnt für Merle ist, in der Größe zu arbeiten. Aber eine neue Erfahrung.

Ich mag ebenfalls den Ausstellungsteil mit den Rauminstallationen. Sie geben überraschende Perspektiven frei. Außerdem ist im Untergeschoss eine Ausstellung mit Action Paintings von Julian Schnabel zu sehen. Für mich und auch besonders die Kids hätte ich mir gewünscht, den Künstler auf Videos in Aktion zu sehen, denn die entstandenen Werke sind so überdimensional groß, dass ich mich frage, wie sie denn eigentlich entstanden sind.

Nach der Werkschau lassen wir uns noch im Cafe des Aros Museums nieder und stärken uns für den Rest des Tages. Die Kids erhalten für die erfolgreiche Challenge kleine Gewinne. Brotbox und Trinkflasche mit Aros Design kommen bei ihnen super an.

Hier findest du die aktuellen Ausstellungen im Aros Kunstmuseum.

Den Gamle By in Aarhus

Eigentlich sind wir jetzt schon durch das langsame Herumschlendern ein bisschen fußlahm. Das Wetter draußen hat sich etwas gebessert, der Regen hat aufgehört. Deshalb spazieren wir jetzt zum Freiluft Museum Gamle Byn. Hier ist eine kleine Stadt mit Häusern aus verschiedenen Epochen in Dänemark nachgebildet. Die Häuser sind alle zu betreten, in einigen „wohnen“ sogar Menschen aus der Zeit und erzählen uns auf Deutsch oder Englisch aus ihrer Zeit.

Auch hier gibt es eine Art Rally und Geschichte, die die Kids nach verfolgen können. Dazu muss man sehr genau die einzelnen Orte inspizieren. Das schöne ist, dass die Hauptakteure der Geschichte auch Kinder sind, die Ende des 19. Jahrhunderts leben und in der Apotheke Dinge besorgen müssen und in die Schule gehen oder ihren Eltern bei der Arbeit helfen.

Aarhus 1974 im Gamle Byn

Besonders gespannt sind wir auf den Stadtteil, der das Leben 1974 wiederspiegelt. Hier besuchen wir zunächst einen Rundfunkladen, in dem ein Verkäufer im blauen Kittel Fernseher und Schallplattenspieler zu 6700 Kronen verkauft. Ganz schön teuer, aber auch damals waren es horrende Preise. Einen Fernseher konnte sich nicht jeder leisten.

Wir kommen ins Schwärmen und ich überlege, welche Marken und Hersteller in der DDR zu der Zeit existierten. Mehr als Roborton fällt mir nicht ein.
Einige Schallplatten kann man in dem Laden auch käuflich erwerben.

Der nächste Eingang führt uns in eine unterirdische Ausstellung „Arhus erzählt…“ Eine super aufbereitete Ausstellung, gestaltete Stadtgeschichte mit vielen Inhalten.

Unsere Aufmerksamkeit und Energie ist jetzt aber fast erschöpft und wir lassen uns in einem 70er Jahre Cafe nieder. Herrlich, die Ausstattung, die Karte und die Bedienung. alles Original. Wir trinken heiße Schokolade, Cafe und essen super leckeren Kuchen. Da lässt man in Dänemark aber auch mal 20-30 Euro für ein Familien Kaffeetrinken. Immerhin ist es sehr stilvoll!

Merle und ich haben noch vor unserer Verabredung das Ziel, in einem Flying Tiger zu shoppen oder wenigstens zu stöbern. Da Jan mindestens genauso fußlahm ist, hat er schnell mit dem Handy eine Busverbindung ausfindig gemacht. Super, die Haltestelle ist genau vor dem Laden. Und wie schon am Anfang erwähnt, brauchen wir nur unsere Aarhus Card zu zeigen und dürfen umsonst mit dem Bus fahren. Im Krimskramsladen kaufen wir ein bisschen Krimskrams und auch ein leuchtender Totenkopf für Halloween ist im Einkaufswagen.

In der Weihnachtszeit muss es hier im Gamle Byn besonders hyggelig sein.

Gemütliches Løve’s Bog- og VinCafé in Aarhus

Uwe, ein alter Freund aus Rostock ist hier seit zehn Jahren an der Uni Professor im Fachbereich Indienwissenschaften. Er kann mittlerweile Dänisch und scheint hier ein ganz schönes Leben zu führen, die Nähe zum Meer ist hier ja schon mal so ähnlich wie in unserer alten Heimat. Außerdem berichtet er, dass man viel Fahrrad fährt und Studenten aus seiner Fakultät eben solche schönen Cafes aufmachen wie dieses hier. Ich trinke mal ein dänisches Bier und mag die Atmosphäre zwischen den ganzen Büchern. Der Ort scheint auch wirklich beliebt zu sein, denn wir haben Mühe, einen Platz zu finden, weil auch Tische für den Abend reserviert werden. Die Kids malen und haben auch ihre Freude, während wir uns im Cafe in Ruhe unterhalten können.

Draußen ist es mittlerweile Dunkel, die Straßen sind dezent und schön beleuchtet, der Weg zu dem Parkhaus ist nicht weit und wir genießen noch einmal die Hafenluft von Arhus. Jetzt haben wir leider nicht die berühmten Eisberg Häuser gesehen und uns fehlen noch so einige Attraktionen, die bestimmt einen weiteren Besuch wert sind.

Wir fahren mit unserem VW Caddy zurück in unser heimeliges Ferienhaus im kleinen Strandort Rude Strand in der Nähe von Odder. Dort gibt es noch ein schnelles Abendbrot und von dem Tag und der vielen frischen Luft sind alle hundemüde und fallen schnell in die Betten.

Vielen Dank für die Unterstützung der Recherche durch Visit Denmark, Feriepartner Dänemark für das hyggelige Ferienhaus in Odder, Visit Aarhus und die Bereitstellung eines Testwagens VW Caddy durch Volkswagen.

Geertje

Geertje schreibt und fotografiert auf Reisen gerne, um diese intensiven Momente des Lebens festzuhalten. Sie möchte diese wunderbare Welt auch ihren Kindern zeigen und reist deshalb am liebsten als Familie in den Norden. Schön ist es, wenn Bilder und Texte auch andere Familien zum Reisen inspirieren.

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