Von Cheticamp nach Linnwood

Campingplatz am TCH 104

Das war unsere letzte Nacht in Kanada. Ich dusche ausführlich nachdem ich nicht mehr schlafen kann, bereite das Frühstück vor und als ich mich dann gerde mit einem Buch und meinem Kaffee in die Hängematte legen will, ist auch schon die Familie wach und kommt aus dem Zelt getapst. Des Nachts haben wir noch mitbekommen, dass irgendwelche Leute auf den falschen Plätzen standen, deshalb Streit ausbrach und andere ihr Zelt abbauen mußten und umzogen. Eine doofe Vorstellung, so etwas Nachts machen zu müssen, also schauen wir jetzt immer genau auf die Schilder. Schließlich kann man die Stellplätze in den Nationalparks auch online reservieren.

Wir gehen nochmal zum Visitorcenter, damit Merle für ihre Freundin ein Mitbringsel aussuchen kann. Immer wieder spielen Wölfe und Coyoten eine große Rolle bei der Auswahl. Wir fahren weiter Richtung Süden nach einer kurzen Schreck Unterbrechnung, als Jan dachte, sein Handy verloren zu haben, wo viele ungesicherte Bilder drauf sind.

Dem Cabot Trail folgen wir noch ein Stückchen bevor wir uns entscheiden, an der Küste weiter zu fahren, um noch ein bißchen salzige Luft und Blicke auf Leuchttürme zu erhaschen. Aber so spektakulär ist es dann außerhab des Nationalparks dann nicht mehr und die Leuchttürme sehen auch einander sehr ähnlich. Architektonisch keine Highlights.

Am frühen Nachmittag kommen wir von Cape Breton runter und dann in Linwood auf dem Zeltplatz an. Leider hört man den Highway ziemlich heftig. Aber ansonsten finden wir eine schöne Ecke mit Feuerstelle unter Bäumen.

Wir wollen noch Kaffetrinken fahren und benötigen dazu 50km Fahrtweg, um den nächsten Tim Horten zu finden. Braucht keim Mensch , beschließt Jan, und ich freue mich über ein bißchen Koffein. Die Kinder ziehen sich süße Küchlein rein.

Auf dem Zeltplatz kommen wir dann noch mit einem jungen kanadischen Pärchen ins Gespräch. Merle war mal wieder neugierig und wollte wissen, ob sie einen Hund haben oder in dem kleinen Zelt schlafen. Das war der Aufhänger dafür, dass Spiele gespielt werden und wir einen Einblick in Anfänger Camperei bekommen – sehr lustig und nett.

 

 

Es regnet des Nachts und das erste Mal müssen wir am letzten Morgen unser geliebtes Wickyup nass einpacken. Ich hoffe ganz doll, dass wir es schnell zu Hause wieer zum Trocknen aufhängen können, denn es ist Rückreisetag. Wir brechen mit dem Gedanken, irgendwo auf dem Weg ein schnelles Frühstück einzunehmen, auf. Tatsächlich gibt’s dann Egg- Bacon Brötchen und viel süßen Kaffee.

Da wir einiges mehr an Gepäck haben, als auf dem Hinweg, wollen wir noch schnell eine kleine leichte Reisetasche kaufen. Da Sonntag ist, haben wir keine Hoffnung, dass Läden auf sind. Aber dann bemerken wir doch, dass in großen Industriegebieten mit Fastfood und Malls, alles regulär geöffnet ist und kaum konnte unser Kaufrausch beginnen, haben wir auch schon eine Tasche und sind wieder auf dem Weg nach Halifax

Wir sind früh genug in der Gegend, um doch noch mal den Beginn der Light House Route zu fahren – siehe erster Tag – mir war damals vor dreieinhalb Wochen so schlecht, daß ich es nicht genießen konnte, geschweige denn viele Fotos machen konnte.

So fahren wir an niedlichen Fischerdörfern vorbei und weiß roten Leuchttürmen, an ausrangierten Lobsterfallen und spiegelnd glatten Wasser in kleinen Fjorden. Ich freue mich, dass ich das nochmal in Ruhe sehen konnte.
Rechtzeitig gegen fünf sind wir am Flughafen und geben den Mietwagen ab, bedanken uns nochmal für sein Durchhalte vermögen bei den vielen tausend Kilometern ( es müssen so zwischen 4000 und 5000km gewesen sein) außerdem werden die Kinder den DVD Player im Auto vermissen und wir den großen Stauraum. Für den Fall eines weiteren Road Trips würden wir wahrscheinlich großen Wert auf diese Ausstattungsmerkmale legen 🙂

 

Diese Reise wird unterstützt durch die Destinationen Nova Scotia, Labrador&Newfoundland, wie Explore Canada und dem Reiseveranstalter Fasten your Seatbelt wie auch Marine Atlantica. Vielen Dank dafür.

 

Geertje

Geertje schreibt und fotografiert auf Reisen gerne, um diese intensiven Momente des Lebens festzuhalten. Sie möchte diese wunderbare Welt auch ihren Kindern zeigen und reist deshalb am liebsten als Familie in den Norden. Schön ist es, wenn Bilder und Texte auch andere Familien zum Reisen inspirieren.

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